UAS-Regelungen in Deutschland

///UAS-Regelungen in Deutschland
UAS-Regelungen in Deutschland2018-01-29T22:53:20+00:00

Die Nutzung des deutschen Luftraums ist erlaubnispflichtig, wenn die Arten der Nutzung der Auflistung von § 21a LuftVO Abs. 1 Ziffern 1 bis 5 entsprechen. Die Nutzung des Luftraums ist verboten, wenn die Arten der Nutzung der Auflistung des § 21b LuftVO Abs. 1 Ziffern 1 bis 11 entspricht.

Grundsätze im UAS Flug

  • Nur Sichtflug erlaubt, d.h. der Pilot muss Position und Lage des Luftfahrtgerätes jederzeit korrekt einschätzen können.
  • Der Sichtflug VFR beginnt mit Sonnenaufgang und endet mit dem Sonnenuntergang.
  • UAS Fliegen bei Nacht (außerhalb Sichtflug) kann auf Antrag und mit Auflagen beantragt werden
  • Maximale Flughöhe 100 m über Grund, UAS muss vom Pilot jederzeit in der Position, Lage und Flugbewegung sicher erkannt werden
  • Keine Nutzung von optischen, vergrößernden oder digitalen Sichthilfen
  • UAS Pilot muss stets vor anderen Luftfahrgeräten durch einen schnellen Abstieg / Landung des UAS ausweichen
  • kein Flug ohne entsprechende Haftpflichtversicherung für privaten/gewerblichen UAS Flug
  • hinreichende Flugplanung und das Einholen von relevanten Informationen über Lufträume, NOTAMs, NfL, Flugwetter ist zwingend notwendig

Notwendige Lizenzen/Prüfungen/Bescheinigungen

  • Für den Modellflug mit mehr als 2,00 kg (MTOM) ist eine Unterweisung gemäß LuftVO §21 erforderlich.
  • Für den UAS Flug mit mehr als 2,00 kg (MTOM) ist ein Kenntnisnachweis gemäß LuftVO §21 erforderlich.

Gewichtsabhängige Anforderungen

  • Einige Vorschriften im deutschen Luftrecht gelten gewichtsabhängig und beziehen sich immer auf das Startgewicht (MTOM) mit allen Anbauteilen, Akku, Kamera
  • > 0,250kg MTOM müssen eine feuerfestes, metallisches, dauerhaft lesbares Schild mit den Adressinformationen des Halters fest angebracht haben
  • > 2,00 kg (MTOM) wird vom Piloten ein Kenntnisnachweis gemäß LuftVO §21a (4) 1 gefordert. Dieses Dokument ist bei allen Flügen dabei zu haben und auf berechtigtes Verlangen vorzuzeigen.
  • >= 5,00 kg (MTOM) wird von der zuständigen Landesluftfahrtbehörde bei jedem Flug/Start eine Betriebserlaubnis gefordert.
  • >= 25,00 kg (MTOM) wird für jeden Flug ein entsprechendes Gutachten von der zuständigen Landesluftfahrt Behörde gefordert.

Unterscheidung Flugmodell und UAS

  • Eine Nutzung des UAS mit einer Kamera für Foto- und Videoaufnahmen wird in der üblichen Rechtsprechung als gewerblicher Einsatz eines UAS gewertet.
  • Unabhängig davon, ob für die Bilder/Videos Geld verlangt, oder andere Leistungen erbracht werden.

Flugverbote für UAS sind zu beachten

  • Flugverbotszonen sind in den amtlichen Luftraumkarten als ED-R und ED-D Zonen speziell eingetragen und verbieten das UAS Fliegen
  • Änderungen, oder kurzfristige Anweisungen werden über NOTAMs und NfL über die einschlägigen Kommunikationskanäle mitgeteilt. Der Pilot hat eine Holschuld sich vor dem Flug diese Informationen zu besorgen und diese zu beachten.
  • Niemals über Kasernen oder Militärischen Übungen fliegen
  • Niemals über Unfallorten, Katastrophenorten, Einsatzorten von Rettungs- und Sicherheitskräften fliegen
  • Niemals über JVA (Gefängnisse) o.ä. fliegen
  • Niemals über oder in der Nähe von Energieanlagen fliegen
  • Niemals in der Nähe von obersten und oberen Bundesbehörden, obersten und oberen Landesbehörden fliegen
  • Niemals über Personen / Personengruppen fliegen. Für Tiere gilt dies ebenso.
  • UAS Fliegen in geschlossenen Ortschaften und bewohnten Gebieten ist nur unter Bedingungen erlaubt und i.d.R. mit Betriebserlaubnis der zuständigen Landesluftfahrt Behörde gestattet.
  • Im Umfeld von Krankenhäusern darf nicht geflogen werden
  • UAS Fliegen in der Landschaft (außerhalb geschlossener Ortschaften) benötigt die Erlaubnis (im Vorfeld des Fluges) des Grundstückeigentümers

Flugverbote im Umfeld der Luftfahrt

  • Im Umkreis 1,5 km um einen Flugplatz (ab Zaun) ist Flugverbotszone
  • Im Umkreis 1,5 km um einen Heliport (Hubschrauber Startplatz) ist Flugverbotszone
  • An allen Verkehrsflughäfen herrscht eine großräumige Kontrollzone in der UAS Flugbetrieb nicht erlaubt ist

Flugverbote an Verkehrsachsen

  • Betrifft alle Bahn, Wasserstraßen, Bundesstraßen, Staatsstraßen, Autobahnen
  • Verkehrswege haben eine Schutzzone und dürfen nicht beflogen werden

UAS Foto- und Videoaufnahmen / Persönlichkeitsrechte und Datenschutz

  • Das Eindringen in die Privatsphäre von Personen durch den Einsatz von UAS ist nicht erlaubt
  • Die Rechte von privatem Eigentum gilt auch in der Luftfahrt und sind zu respektieren
  • Überfliegen von Zäunen o.ä. um Fotos/Videos zu erstellen ist nicht erlaubt
  • Zum UAS Fliegen im bewohnten Gebiet wird vom Ordnungsamt / Landesluftfahrtbehörde eine Einverständniserklärung aller anliegenden Wohnungen / Grundstücke gefordert

UAS Flüge und Naturschutz

  • Naturschutz genießt den besonderen rechtlichen Schutz durch den Staat
  • Natura2000 Gebiete, Naturschutzgebiete, Nationalpark, Vogelschutzgebiete, Waldschutzgebiete und ggf. Landschaftsschutzgebiete
  • Zum UAS Fliegen muss eine Genehmigung der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde vorliegen
  • Notwendige Betriebserlaubnisse von den Landesluftfahrt Behörden
  • Auf Antrag erteilt die zuständige Landesluftfahrt Behörde eine entsprechende Betriebserlaubnis, die Auflagen an den Antragsteller beinhalten kann.
  • Die Betriebserlaubnis wird i.d.R. auf einen speziellen Zeitpunkt eingeschränkt, um die Konfliktfreiheit im öffentlichen Raum sicherstellen zu können.
  • Die Erteilung von Betriebserlaubnissen oder Einzelerlaubnissen sind i.d.R. gebührenpflichtig und werden durch den Antragsteller bezahlt.

Allgemeine Auflagen beim UAS Fliegen

  • Der Pilot ist verpflichtet, über alle UAS Flüge kontinuierliches und lesbare Flugaufzeichnungen zu führen.

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