Großbritannien (UK) berichtet 92 Airprox Vorfälle mit Drohnen in 2017 – das sind 92 Vorfälle zu viel!

/Großbritannien (UK) berichtet 92 Airprox Vorfälle mit Drohnen in 2017 – das sind 92 Vorfälle zu viel!

Begegnungen zwischen Luftfahrzeugen werden in der internationalen Luftfahrt als Airprox in einem eigenen Airprox-Verfahren erfasst, analysiert und veröffentlicht. Airprox (engl. Aircraft Proximity Hazard) beschreibt sicherheitsgefährdende Annäherungen zwischen Luftfahrzeugen unter Flugbedingungen.

Für 2017 wurden in UK 92 Airprox Vorfälle erfasst

Im gesamten Luftraum des Vereinigten Königreichs wurden 92 Vorfälle in den Risikoklassen A-C durch das UK Airprox Board erfasst. Das Board legte gerade die Zahlen für das Jahr 2017 vor. Details zum UK Airprox Board Report auf der Webseite.

Gegenüber den Vorjahren ist dies eine signifikante und dramatische Steigerung der Vorfallzahlen.

  • Gegenüber 2016 eine Steigerung um 29 % von 71 Vorfällen auf jetzt 92 Vorfälle
  • Gegenüber 2015 eine Steigerung um 217 % von 29 Vorfällen auf jetzt 92 Vorfälle
  • Gegenüber 2014 eine Steigerung um das 15-fache, von 6 Vorfällen auf jetzt 92 Vorfälle.

Jeder einzelne gemeldete Fall einer nicht autorisierten Annäherungen zwischen einem UAS und einem anderen Luftfahrzeug ist einer zu viel!
UAV DACH e.V.

Daten: UK Airprox Board Grafik: UAV DACH

Dabei steigt die Anzahl der analysierten Vorfälle mit Drohnen/UAS, aber auch der Anteil der Drohnen/UAS in den Meldungen steigt überdeutlich. Waren es 2014 zwei von drei Meldungen im Zusammenhang mit einem UAS, so sind es 2017 schon vier aus fünf Meldungen.

 

Die deutsche DFS meldete zu Jahresanfang 88 Vorfälle in Deutschland

Zu Jahresbeginn berichteten wir über die Meldung der Deutschen Flugsicherung. In Deutschland wurden 70 Vorfälle an Verkehrsflughäfen und 18 Vorfälle im Streckenflug verzeichnet. Die steigende Anzahl an verkauften Drohnen und UAS ist sicherlich ein Faktor, der zu den dramatischen Anstiegen in den Fallzahlen in Deutschland und in UK führt.

In beiden Lufträumen gleichsam beunruhigende und erschreckende Fallzahlen. Man kann erwarten, bis die Meldungen nicht nur Sichtungen waren, sondern zu einem ernsten Vorfall geführt haben. Die Regulierungsbehörden werden dies mit großer Aufmerksamkeit beobachten und durch dieses unverantwortliche Treiben der jeweiligen UAS Piloten zu insgesamt strengeren Auflagen in der unbemannten Luftfahrt führen – zum Schaden von allen UAS Nutzern – aber zur Sicherheit aller Beteiligten am Luftverkehr. Damit auch zum Schutz von jedem von uns.

 

Was bedeutet eine Annäherung im AIRPROX Verfahren

Die Risikobewertung im Airprox Verfahren erfolgt auf Grundlage der analysierten und gesicherten Umstände des Vorgangs

Risiko Klasse A
Kollisionsgefahr
Annäherung der Flugzeuge, bei der eine ernste Kollisionsgefahr bestand

Risiko Klasse B
Sicherheit nicht gewährleistet
Annäherung der Flugzeuge, bei der die Sicherheit des Luftfahrzeugs beeinträchtigt worden sein kann

Risiko Klasse C
Keine Kollisionsgefahr
Annäherung der Flugzeuge, bei der keine Kollisionsgefahr besteht oder das Risiko abgewendet wurde.

Risiko Klasse D
Risiko nicht festgelegt
Annäherung der Flugzeuge, bei der unzureichende Informationen zur Ermittlung des Risikos zur Verfügung standen, oder nicht schlüssige oder widersprüchliche Beweise vorliegen.

Risiko Klasse E
Kriterien für die Berichterstattung erfüllt, aber durch Analyse wurde festgestellt, dass normale Verfahren und Sicherheitsstandards erfüllt wurden

In der Airprox Statistik sind nur die Risiko Klassen A-C enthalten. Die Risikoklassen D-E sind nicht als Risiko bewertet und auch nicht in den obigen Fallzahlen enthalten.

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