Um die A300-Teilflotte auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, rüstet der Logistikriese UPS seine Maschinen um und verpasst ihnen ein Cockpit-Upgrade. Derart modernisiert, sollen die A300 noch für viele weitere Jahre Dienst schieben.

Über 50 Airbus A300 fliegen für UPS täglich Pakete durch Nordamerika. Damit das Unternehmen auch in Zukunft auf diesen Flugzeugtyp setzen kann, wird nun die gesamte Teilflotte nach und nach umgerüstet. Ziel ist es, in die damals werksneu übernommenen Maschinen dem aktuellen Stand der Technik Einzug zu gewähren und so einen operativen Betrieb langfristig sicherzustellen.


Flugdaten für die ganze Welt statt nur für die Westküste

Die bisherige Ausstattung der A300-Flotte ist noch auf dem Stand der Avionik-Entwicklung aus den 1980er-Jahren. Aufgrund der begrenzten Speicherkapazität des bisherigen Bordcomputers kann der Airbus beispielsweise ausschließlich die An- und Abflugrouten von begrenzten Regionen Nordamerikas abspeichern. Wird eine andere Strecke geflogen, muss zuvor die Software aktualisiert werden – das geht zu Lasten der Einsatzflexibilität.




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Der A300 ist mit der neuen Ausrüstung das ideale Flugzeug für den Logistikriesen.

Honeywell stattet Cockpits digital aus

Damit soll nun Schluss sein: Die A300 erhalten nicht nur ein neues Flight Management System, das über eine größere Speicherkapazität verfügt und die Flugdaten der gesamten Welt gleichzeitig in das System einspielen kann. Ebenso wird das Cockpit mit großen Farbdisplays ausgestattet, die die analogen Fluglage- und Messanzeigen ersetzen. Darüber hinaus erhalten die Flugzeuge ein komplett neues Wetterradar, Geländewarn-, Kollisionsfrühwarn- und Annährungswarnsystem sowie neue GPS-Empfänger und einen neuen Transponder. Ebenso stattet UPS die gesamte Teilflotte mit ACARS-Datenübertragungssystem aus.



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Vorher-nachher: Durch das Cockpit-Upgrade werden auch viele Hintergrundsysteme ersetzt.

Noch lange im Dienst

UPS betreibt aktuell 52 Exemplare des Airbus A300 mit einem Durchschnittsalter von 18 Jahren. Da die Flugzeuge zumeist nur nachts unterwegs sind, ist ihre Flugstundenanzahl geringer als bei anderen kommerziellen Jets – an eine Ausmusterung ist also längst nicht zu denken. Die gesamte Teilflotte übernahm das Unternehmen als Reinfrachter frisch ab Werk, bis Airbus 2007 die Produktion des Typs einstellte. Bis mindestens 2035 sollen die A300 noch für UPS fliegen.


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