Qantas rechnet nach der Krise mit einer Verschiebung von Umsteige- zu ultralangen Nonstopverbindungen. Ende 2021 wird Qantas die Arbeiten am “Project Sunrise” wieder aufnehmen: Sydney – London macht 2024 den Anfang.

Verspäteter Sonnenaufgang: Qantas hat das “Project Sunrise” 2020 in die Corona-Warteschleife geschickt. Die Weichen für ultralange Nonstop-Flüge von Sydney nach London und New York bleiben aber gestellt. “Wir haben drei Testflüge absolviert, ein Produkt entwickelt und eine Regelung mit unseren Piloten getroffen”, sagte Airlinechef Alan Joyce dem Eurocontrol-Interviewformat “Straighttalk”. Qantas hat sich vor der Krise zudem auf zwölf A350-1000ULR für die Strecken festgelegt. “Wir werden buchstäblich in wenigen Wochen bestellen.”




James D Morgan/Qantas

Qantas testete ultralange Nonstopflüge bereits mehrfach, allerdings mit der Boeing 787.

20-Stunden-Flug nach Heathrow

Der Aufbau einer Teilflotte für Marathonflüge wird sich laut Joyce nur für wenige Airlines rechnen. “Wir haben mit Brisbane, Sydney und Melbourne hingegen drei Großstädte an der Ostküste aber von dort keine direkten Flüge nach London, Frankfurt, Paris, New York, Chicago, Rio de Janeiro oder Kapstadt.” Joyce rechnet mit einer Aufnahme der Nonstop-Linie Sydney – London 2024 – nur ein Jahr später als vor der Krise geplant sollen Passagiere den 20-Stunden-Flug buchen können.



A380-Comeback nach der Krise

Im Qantas-Netzwerk sieht Joyce auch Chancen für eine Rückkehr der A380 nach der Krise. “Wir haben sechs (A380, Red.) auf ein brandneues Kabinenprodukt umgebaut”, sagte Joyce. “Ein Flugzeug ist mit den neuen Sitzen direkt in die Mojavewüste geflogen – das hat wirklich weh getan.” Auf Strecken mit schmalen Flugplanungsfenstern wie nach Los Angeles und “an Flughäfen mit Slot-Restriktionen wie Heathrow” werden A380-Flüge nach der Krise wieder ihre Vorteile gegenüber zusätzlichen Frequenzen ausspielen, zeigte sich Joyce im Eurocontrol-Gespräch überzeugt. “Es gibt einen handfesten wirtschaftlichen Bedarf für diese Flotte.” Zumindest vorerst. “Über die Zeit werden wir hoffentlich genug A350 haben, um diese Ziele direkt zu bedienen und viele Hubs zu überfliegen”, schränkte der Manager ein. “Das wird uns von der Last befreien, sehr große Flugzeuge für diese bedeutenden Ziele vorhalten zu müssen.”


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