Griechenland kauft als erster europäischer Exportkunde 18 Dassault Rafale. Der Vertrag soll nach Zustimmung des Parlaments am Montag unterzeichnet werden.

Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly wird für die Zeremonie nach Athen fliegen. Der Kauf, der mit 2,32 Milliarden Euro veranschlagt ist, wurde mit der Zustimmung des Parlaments zum Rüstungsgesetz am 14. Januar freigegeben. 276 Abgeordnete stimmten dafür.


Da Griechenland wegen der Spannungen mit der Türkei schnellstmöglich neue Flugzeuge erhalten will werden zwölf der Rafale aus den Beständen der Armée de l´Air et de l´Espace bereitgestellt.


Griechenland soll die Rafale-Kampfjets in drei Tranchen erhalten: Die ersten sechs gebrauchten Flugzeuge bis Juni 2021 (6 Monate nach Vertragsunterzeichnung), sechs neue Flugzeuge nach 26 Monaten und weitere sechs Gebrauchtjets nach 26 Monaten im Jahr 2023.


Nach wochenlangen Spekulationen hatte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis die Rafale-Beschaffung Mitte September offiziell angekündigt. “Diese Ankündigung veranschaulicht die Stärke der Partnerschaft, die die griechische Luftwaffe und Dassault Aviation seit mehr als 45 Jahren verbindet, und zeigt die anhaltende strategische Beziehung zwischen Griechenland und Frankreich”, so Dassault Aviation damals.


Griechenland bestellte 1974 40 Mirage F1 bei Dassault Aviation, dann 40 Mirage 2000 im Jahr 1985 und schließlich 15 Mirage 2000-5 im Jahr 2000; dieser jüngste Vertrag umfasste auch die Modernisierung von 10 Mirage 2000 auf den Standard 2000-5 mit einem großen Beitrag der griechischen Industrie.


Griechenland hat zuletzt auch einen Vertrag für die Modernisierung von 84 Lockheed Martin F-16 unterzeichnet und plant zudem die Beschaffung von Lockheed Martin F-35 Lightning II.


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