Internationales Forschungsprojekt AMU-LED gestartetVon Jan Schönberg

Der Transport von Waren und Personen, die Versorgung mit dringend benötigten medizinischen Gütern oder auch die Zustellung von individuellen Lieferungen: Einsatzbereiche, in denen Drohnen künftig Verwendung finden könnten, die gibt es viele. Um die Potentiale unbemannter Luftfahrzeuge auch tatsächlich nutzen zu können, ist deren Integration in den bereits bestehenden Flugverkehr unerlässlich. Nicht zuletzt mit Blick auf das europäische U-space-Konzept wurde nun das zweijährige Forschungsprojekt AMU-LED gestartet, mit dem ein Beitrag dazu geleistet werden soll, nachhaltige Mobilität in Smart Cities zu etablieren.

Lufttaxis, Schwerlast- und Monitoringdrohnen oder auch unbemannte Systeme, die in Notfällen für eine Verbesserung der Erstversorgung eingesetzt werden können, sind in vielen europäischen Städten eine immer näher rückende Realität. Doch so faszinierend all diese Bereiche auch sind, so unterschiedlich sind sie in den Herausforderungen, die ihre Integration in den Luftraum mit sich bringen. Um all diese Anwendungsbereich nutzen zu können und gleichzeitig ein Höchstmaß an Sicherheit und Alltagstauglichkeit zu gewährleisten, wurde „Air Mobility Urban – Large Experimental Demonstrations“ – oder kurz: AMU-LED – gestartet. Dahinter verbirgt sich ein Verbundprojekt, in dem sich 17 Firmen und Institutionen zusammengeschlossen haben, insbesondere aus der Europäischen Union und den USA. 

Illustres Teilnehmerfeld

Das von der EU geförderte Horizon 2020-Projekt AMU-LED soll sich explizit in die U-space-Initiative der Europäischen Union einfügen, die im Frühjahr 2021 noch einmal an Fahrt aufnehmen dürfte. Die Verbundkoordination obliegt dem spanischen Unternehmen Everis Aerospace & Defense. Neben weithin bekannten Schwergewichten wie Airbus und EHang sind beispielsweise auch Technologiespezialisten wie zum Beispiel Anra Technologies oder Altitude Angel dabei. 

Ziel der nach eigenen Aussagen „ambitionierten Initiative“ ist es, bis 2022 eine umfassende Demonstration von Mobilitätsdiensten mit Luftfahrzeugen in städtischen Umgebungen zu realisieren. Als Testgebiete wurden Santiago de Compostela in Spanien, Cranfield in Großbritannien sowie Amsterdam und Rotterdam in den Niederlanden ausgewählt.

Umfangreicher Testbetrieb

In unterschiedlichen Testszenarien, geplant sind mehr als 100 Flugstunden, sollen verschiedene unbemannte Flugsysteme kombiniert und zahlreiche Anwendungsfälle berücksichtigt werden. Diese umfassen den Betrieb von Lufttaxis, den Frachttransport, die Lieferung von Waren und medizinischen Geräten, die Inspektion von Infrastrukturen, die polizeiliche Überwachung und die Unterstützung von Rettungsdiensten. Durch reale Tests und Simulationen soll detailliert dargestellt werden, „wie Straßen entlastet, der Transport von Personen und Gütern verbessert, Reisezeiten verkürzt, die Flexibilität erhöht, die Umweltverschmutzung verringert und Verkehrsunfälle verringert werden können“, teilten die Initiatoren in einer Presseerklärung zum Projektstart mit.

Abbildung: Anra Technologies / EHang

Montage: Drones


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