Von Jan Schönberg

Transatlantische Zusammenarbeit für ein sicheres Luftverkehrssystem

Die sichere Integration aller Luftraumteilnehmer in den Flugverkehr ist eine große Herausforderung – und das überall auf der Welt. Um diese bestmöglich meistern zu können, arbeiten die amerikanische National Aeronautics and Space Administration (NASA) sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereits eine ganze Weile eng zusammen. So sollen beispielsweise im Rahmen einer Forschungskooperation von NASA und DLR gemeinsam Wege entdeckt werden, um das Luftverkehrssystem fit für zukünftige Anforderungen wie die Integration von Drohnen zu machen.

Seien es unbemannte Systeme für Transport- und Inspektionsaufgaben oder auch neue Formen urbaner Mobilität, Stichwort Flugtaxis: Drohnen in verschiedenen Ausprägungen und mit unterschiedlichsten Verwendungszwecken erobern sich ihren Platz am Himmel und stellen zusätzliche Anforderungen an gegenwärtige Flugverkehrs-Managementsysteme. Eine tiefgreifende Veränderungen der Luftverkehrsarchitektur steht nicht nur bevor, sie hat längst begonnen. Um diese aktiv zu gestalten, haben die amerikanische NASA sowie das DLR in Braunschweig beschlossen, die seit 2012 bestehende Zusammenarbeit im Bereich Flugverkehrsmanagement zu vertiefen. „Im Rahmen dieser Vereinbarung werden die NASA und das DLR gemeinsam die Rahmenbedingungen für ein zukünftiges Luftverkehrssystem gestalten, das die von den neuen Teilnehmern geforderte operationelle Vielseitigkeit bietet”, erklärt Prof. Dr. Dirk Kügler, Leiter des DLR-Instituts für Flugführung. „Unser neues System soll skalierbar, flexibel und belastbar sein, ohne die Sicherheit heutiger oder zukünftiger Luftfahrzeuge zu beeinträchtigen.“

Konzeptionelle Ansätze

Dabei beginnen beide Partner natürlich nicht bei Null. Bei der NASA beschäftigt man sich seit einer Weile beispielsweise mit dem Projekt „Air Traffic Management – eXploration (ATM-X)“. Die DLR wiederum kann auf den Erfahrungen des Forschungsvorhabens City-ATM aufbauen, konzeptionelle Ansätze des europäischen U-space-Konzepts fließen ebenfalls in die Arbeit ein. Beiderseits des Atlantiks folgt man der Prämisse, neue Luftverkehrsteilnehmer sicher und effizient in den bestehenden Luftraum zu integrieren. Der vereinbarte Austausch über Erfahrungen, Strategien und Technologien soll den beiden Partnern dabei helfen, diesen Transformationsprozess bestmöglich zu gestalten.

Erklärtes Ziel der Forschungskooperation von NASA und DLR ist es daher, in Europa und den USA möglichst schnell zu innovativen Lösungen zu gelangen, die der prognostizierten Vielzahl von künftigen Luftverkehrsteilnehmern gerecht werden und gleichzeitig die Entwicklung der traditionellen Luftfahrt nicht beeinträchtigen. So wollen deutsche und amerikanische Forscher gemeinsam Werkzeuge entwickeln und Schnellzeitsimulationen für ein zukünftiges, umfassendes Luftraum- und Verkehrsmanagementsystem durchführen. Beides soll dazu beitragen, ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen eines Mischverkehrs zu erlangen und neu erarbeitete Konzepte für dieses System adäquat zu bewerten.

Foto: DLR


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