Erst seit August 2019 ist Uganda Airlines wieder in der Luft. Mit zwei A330-800 will der auferstandene Carrier auf der Langstrecke in neue Dimensionen vorstoßen. Gestern hat Uganda Airlines in Toulouse den ersten der beiden neo-Widebodies in Empfang genommen.

Mit der A330-800 hat Uganda Airlines Großes vor, denn der Großraumjet soll den Ostafrikanern das Tor zur Welt öffnen. London, Dubai Hongkong und Guangzhou sollen vom nächsten Jahr an im Flugplan stehen. Insgesamt hat Uganda Airlines zwei A330-800 bestellt – im April 2019, drei Monate bevor die Gesellschaft überhaupt ihre Betriebsgenehmigung erhielt. Spätestens seit gestern hat die Geschichte endgültig auch Hand und Fuß: Uganda Airlines ist jetzt stolze Besitzerin ihrer ersten A330-800.




Airbus

Mit der A330-800 möchte sich Uganda Airlines auch international einen Namen machen.

Rückkehr des Flag Carriers

Anderthalb Jahre zuvor erst war Uganda Airlines wieder an den Start gegangen, nachdem der Name des einstigen Flag Carriers des Landes fast zwei Jahrzehnte vom Himmel verschwunden war. 2001 hatte die alte Uganda Airlines nach 25 Jahren ihren Betrieb eingestellt. Seit Juli 2019 darf die Airline, die ihren Sitz wie damals in Entebbe hat und vollständig der ugandischen Regierung gehört, endlich wieder fliegen. Und auch der Flottenaufbau verläuft weitgehend nach Plan.


Das Flaggschiff ist flügge

Bislang besitzt Uganda Airlines vier Bombardier CRJ900, an deren Heck stolz die Flagge des Landes mit dem Kronenkranich als Wappentier prangt. Im selben Look rollte Ende Oktober in Toulouse die A330-800 mit der MSN 1977 aus der Lackierhalle. Am 17. November bestritt die Maschine, die jetzt das Kennzeichen 5X-NIL trägt, mit der Testkennung F-WWYS schließlich erfolgreich ihren Erstflug. Nun also die Übergabe in Toulouse – für die Delegation von Uganda Airlines ein wahrer Grund zur Freude.




Airbus

Die Kabine der A330-800 von Uganda Airlines bietet Platz für insgesamt 258 Passagiere, verteilt auf drei Klassen.

Ein Rundgang durch den Innenraum

Schon der Jungfernflug hatte bei Uganda Airlines wahre Begeisterungsstürme ausgelöst. Mit der A330 wird der Carrier zum ersten Mal auch außerhalb Afrikas wahrgenommen – und die Airline rührt fleißig die Werbetrommel. Noch bevor die MSN 1977 zum ersten Mal ihre Triebwerke anließ, zeigte Uganda Airlines bereits Fotos aus dem Inneren ihres designierten Flaggschiffs. Die zeigen eine modern gestaltete Dreiklassenkabine mit Ambientebeleuchtung und 258 schicken, orange-braunen Passagiersitzen. 210 davon finden sich in der Economy Class wieder, angeordnet in einem luftigen 2-4-2-Layout. Die Premium Economy Class beherbergt weitere 28 Plätze. Hier finden sich nur noch sieben Sitze in einer Reihe (2-3-2). Auf Passagiere der Business Class warten hingegen 20 höchstbequeme Stelia Opal-Sessel. Damit muss sich Uganda Airlines im internationalen Vergleich sicher nicht verstecken. Wenn jetzt auch noch der Service stimmt, könnte das Abenteuer Langstrecke für Afrikas Kranich durchaus zur Erfolgsgeschichte werden. In Entebbe kann man es kaum erwarten.


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