Nirgendwo in Deutschland leben so viele Japaner wie im Großraum Düsseldorf. Damit diese über Weihachten ihre Verwandten in der fernen Heimat besuchen können, lanciert All Nippon Airways (ANA) zwei Sonderflüge zwischen Tokio und der Rhein-Metropole.

Von Nordrhein-Westfalen aus nach Japan zu gelangen, ist dieser Tage nicht so einfach, wie es einmal war. Zwar bieten sowohl die Lufthansa als auch die beiden großen japanischen Fluglinien JAL und ANA inzwischen wieder regelmäßig Flüge von Frankfurt nach Tokio an. Alle anderen deutschen Airports schauen in Sachen Japan-Anbindung zur Zeit jedoch in die Röhre. Das gilt auch für Deutschlands drittgrößten Flughafen in Düsseldorf – obwohl gerade in dessen Einzugsgebiet besonders viele Japaner leben und arbeiten.




Boeing

All Nippon Airways (ANA) aus Tokio ist Japans größte Fluggesellschaft. In Deutschland fliegt sie derzeit nur Frankfurt an, alle anderen Ziele liegen auf Eis.

Zweimal Tokio und zurück

Zumindest über die Weihnachtsfeiertage will ANA diesen Zustand deshalb ändern, und den Wirtschaftsstandort NRW wieder direkt an Japans Hauptstadt anbinden. Im Vorfeld hatte die Airline eine Umfrage unter japanischen Unternehmen gestartet, die im Großraum Düsseldorf ansässig sind. Damit wollte ANA den Bedarf nach “Heimatflügen” für Japaner über Weihnachten und Neujahr ermitteln. Das Ergebnis war wohl ziemlich eindeutig, denn tatsächlich hat ANA für den 19. und den 23. Dezember zwei Direktflüge von Düsseldorf nach Tokio auf die Agenda gesetzt. Die Rückflüge in die Rhein-Metropole sind für den 5. und den 10. Januar 2021 geplant.



One-way-Angebote

Mit den Sonderflügen wolle man japanischen Familien, die in NRW zu Hause sind, den Weihnachts- und Neujahrsbesuch bei ihren Angehörigen in Japan ermöglichen, erklärte die Airline. Mediziner sehen die Initiative kritisch, allerdings betont ANA, dass auch an Bord der Düsseldorf-Flüge strenge Hygienemaßnahmen gelten, um das Risiko einer Corona-Ansteckung möglichst gering zu halten. Zudem handelt es sich bei den Flügen ausdrücklich um One-way-Angebote, auch wenn die ANA-Flugzeuge keineswegs leer in die jeweilige Gegenrichtung starten. Vielmehr nutzen die Japaner die zusätzlichen Kapazitäten für den Frachtverkehr.


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