Mit derzeit 54 Flugzeugen ist Russlands Flag Carrier Aeroflot der größte Betreiber des Suchoi Superjet. Das ändert sich schon bald, denn Aeroflot gibt alle russischen Jets an Tochter Rossiya ab. Nun scheint es einen konkreten Zeitplan für den Transfer zu geben.

Im Sommer wurde bekannt, dass sich die Aeroflot-Gruppe neu aufstellen möchte. Während die Kernmarke Aeroflot zur Premium-Airline mit Fünf-Sterne-Status aufsteigen soll, richtet sich Tochter Rossiya mit russischen Flugzeugen auf den Inlandsverkehr aus und “erbt” zu diesem Zweck von Aeroflot alle Suchoi Superjets – sowohl die 54 Exemplare im Bestand als auch alle bestellten Neuflugzeuge.




Sukhoi Civil Aircraft

Der Suchoi Superjet ist das erste Passagierflugzeug aus Russland, das nach dem Ende der UdSSR neu entwickelt wurde.

Fünf Superjets noch 2020

Bislang waren diese Gedankenspiele graue Theorie, doch nun macht die Gruppe ernst: Noch in diesem Jahr sollen die ersten Aeroflot-Superjets an Rossiya übergehen. Das zumindest berichtert die russische Nachrichten-Webseite RBC unter Berufung auf zwei Insiderquellen. Denen zufolge wird Rossiya bis Jahresende mindestens fünf Aeroflot-Superjets in Empfang nehmen, gefolgt von 44 weiteren im kommenden Jahr. Bis Ende 2022, so heißt es, soll der Flugzeug-Transfer dann vollständig abgeschlossen sein.



Rossiya-Flotte verdoppelt sich

Gleichzeitig erwartet Rossiya nach eigenen Angaben einen Zulauf weiterer Superjets vom Hersteller. Ob es sich dabei komplett um neugebaute Flugzeuge oder auch um derzeit herrenlose, eingemottete Exemplare handelt, ist unklar. Jedenfalls soll der Rossiya-Flottenbestand bis Ende 2021 von momentan 54 auf 120 Flugzeuge anwachsen – und sich damit mehr als verdoppeln. Insgesamt hat die Aeroflot-Gruppe beim Superjet-Hersteller United Aircraft Corporation noch 100 Bestellungen für den kleinen Zweistrahler offen. Die Auslieferung der letzten Maschine ist für 2026 avisiert.


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