Die Tage des Airbus A340 bei SAS waren schon vor der Corona-Krise gezählt, nun geht die Vierstrahler-Ära auch in Skandinavien endgültig zu Ende: Die letzte SAS-A340 hat ihren Flugplan zum Friedhof erhalten. Die vorletzte ist bereits dort.

Pinal Airpark, Marana, USA: Hier, im Niemandsland von Arizona, werden die letzten A340 von SAS ihre finale Ruhestätte finden. Acht Exemplare des eleganten Airbus-Vierstrahlers nannte die skandinavische Airline einmal ihr Eigen, nutzte die A340 als Flaggschiff der Langstreckenflotte. Nun endet diese Epoche still und leise in der Wüste.




Masakatsu Ukon (CC BY-SA 2.0)

SAS betrieb die A340 seit November 2001. Insgesamt flogen acht der Airbus-Vierstrahler für die Skandinavier.

Mit 19 Jahren auf den Schrottplatz

Die ersten vier A340 kamen im November 2001 zu SAS. Zu diesem Quartett gehörte damals auch die OY-KBA, von SAS getauft auf den Namen „Adalstein Viking“. Bis Anfang dieser Woche war „Adalstein Viking“ eine von zwei A340, die noch in ihrer langjährigen Heimat Kopenhagen anzutreffen waren. Am 17. November jedoch, ziemlich genau 19 Jahre nach ihrem ersten Flug für SAS, wurde die OY-KBA in die USA überführt. Von Kopenhagen ging es in elf Stunden und zwölf Minuten nach Tucson. Der anschließende 17-Minuten-Hüpfer zum Pinal Airpark wird der letzte Eintrag im Logbuch der „Adalstein Viking“ bleiben. Hier wartet der Vierstrahler auf seine Verschrottung.




SAS

Die A340 wird bei SAS durch die A350 ersetzt. Außerdem besitzt die Airline noch neun A330.

Letzte A340 geht am 1. Dezember

Ihm gleich ging es in den vergangenen Wochen noch zwei weiteren SAS-A340: Die OY-KBD, 18 Jahre alt, landete am 2. November in Marana. Die 19 Jahre alte OY-KBI steht bereits seit dem 18. Oktober dort. Die Flugzeuge mit den Kennungen LN-RKF, LN-RKG und OY-KBC warten bereits seit März im spanischen Castellón auf ihren Schlachter, die Schwestermaschine LN-RKP hat diesen finalen Akt in Tarbes bereits hinter sich. Bleibt von den einstmals acht A340 also noch eine einzige übrig: die OY-KBM, 19 Jahre alt, Taufname „Astrid Viking“. Dieses Exemplar steht derzeit noch in Kopenhagen, doch auch „Astrids“ letzter Flug ist bereits terminiert: am 1. Dezember soll sie sich zu ihren Schwestern in Marana gesellen. Die Ära der Vierstrahler ist damit auch bei SAS ein für alle mal vorbei.


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