Erstkunde All Nippon Airways hat in der Krise keine Verwendung für neue Regionaljets: Mitsubishi mottet sein Spacejet-Programm ein. Ob der Jet jemals wieder in die Gänge kommt, bleibt offen.

Mitsubishi Heavy Industries legt die Entwicklung des Spacejet auf Eis. „Der Stand des Programms und die Marktentwicklung lassen uns keine andere Wahl“, teilte der Konzern am Freitag mit. Der neue Regionaljet lag bereits sieben Jahre hinter dem eigentlichen Zeitplan – 2021 sollten die ersten M90 Spacejet beim Erstkunden All Nippon Airways (ANA) zum Dienst antreten. Doch die Airline will sich laut Insidern mitten in der Krise weder neue Flugzeuge noch die Erstbetreiberrolle für den 92-Sitzer aufbürden.


Spacejet-Zukunft? Fraglich

Vier Prototypen stehen derzeit in Moses Lake in den Vereinigten Staaten. Vor Ort soll ein Team weiter an der Zulassungsdokumentation arbeiten. „Auf lange Sicht bleibt unser Ziel ein Ausbau des Airlinergeschäfts“, erklärte Mitsubishi – ließ aber offen, wann und ob überhaupt das Spacejet-Programm abgeschlossen wird.


Kein grlückliches Händchen

Die nun verkündete Entwicklungspause ist der vorläufige Tiefpunkt des von Verzögerungen geprägten Spacejet-Programms. Im Mai hatten die Japaner bereits die Entwicklung des auf Tarifverträge für US-Regionalairlines maßgeschneiderten 84-Sitzers M100 Spacejet auf 2024 vertagt und das Programmbudget halbiert.




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