Auf der Eglin Air Force Base in Florida hat der neue Kampfrettungshubschrauber der US Air Force seine ersten Schießversuche am Boden absolviert.

Ziel der Bodentests war es, die Funktionsfähigkeit und Genauigkeit der Waffensysteme zu verifizieren und nachzuweisen, dass die Maschinengewehre betriebssicher eingesetzt werden können.


Bei den drei getesteten Waffen handelte es sich um das GAU-2, ein 7,62-mm-Gatling-MG mit einer Feuerrate von 3.000 Schuss pro Minute, das GAU-18, ein älteres Maschinengewehr vom Kaliber 12,7 mm mit einer Feuerrate von 650-800 Schuss und das GAU-21, ein neu konstruiertes Maschinengewehr vom Kaliber 12,7 mm mit einer Feuerrate von 950-1100 Schuss.


Der erste gebaute HH-60W, der innerhalb der Einheit gemeinhin als Whiskey 1 bezeichnet wird, wurde für die Bodentests verwendet. Whiskey 1 enthält spezielle Testinstrumente, die es dem Flugzeughersteller Sikorsky ermöglichen, Hunderte von Parametern während der Flüge zu überwachen. Diese spezielle Instrumentierung erlaubte es den Testern, die Spannungen und Dehnungen im Flugzeug aufzuzeichnen, die durch das Abfeuern der Waffen verursacht werden.


Die MGs des Hubschraubers können sich unabhängig voneinander drehen, was eine Feuerabdeckung von fast 360-Grad ergibt. Dies stellte die Ingenieure der 413th Flight Test Squadron vor die Herausforderung, Test- und Sicherheitspläne zu entwickeln, die bei Starrflüglern nicht üblich sind. Details wie Blattdrehung, menschliche Faktoren und Instrumentierung wurden untersucht und kontrolliert, bevor die eigentlichen Tests beginnen konnten.


Die Besatzung der Jolly Green II bediente nicht nur die Waffen, sie waren auch Teil der Auswertung und trugen zum Beispiel spezielle Instrumente, mit denen die Rückschlagwirkung der Waffe auf ihren Körper gemessen wurde. Diese Daten sind Teil einer größeren Studie des Verteidigungsministeriums zum besseren Verständnis der Auswirkungen der Waffenbedienung auf den menschlichen Körper, insbesondere im Zusammenhang mit traumatischen Hirnverletzungen.


Die Bodentestphase ist nur der erste Schritt zur Bewertung der Waffen. Die Daten aus den Tests werden vom Non-Nuclear Munitions Safety Board der US Air Force ausgewertet, das dann die HH-60W für die Schießerprobung im Flug freigibt. Diese Tests sind derzeit für Ende 2020 geplant.




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