Airbus hat in Toulouse die letzte A380 aus der Endmontagehalle gerollt. Das Flugzeug mit der Baunummer MSN 272 verließ am gestrigen Mittwoch die Montagestation 40. Nun wartet der Vierstrahler noch auf seine Rolls Royce-Triebwerke.

Das Ende steht schon lange fest, doch wie so oft lässt es sich erst durch die Bilder, die es liefert, richtig fassen: Im Februar 2019 beschloss Airbus, die Produktion der A380 Anfang 2021 einzustellen. Mitte 2020 rollte dann der letzte Konvoi mit A380-Rumpfteilen per Lkw zur Endmontage nach Toulouse. Und nun, Ende September desselben Jahres, ist die letzte je gebaute A380 endmontiert und steht auf eigenen (Fahrwerks-)Beinen. Allerdings ist MSN 272, so lautet ihre Nummer, aktuell noch ein „Segelflieger“: Als Nächstes erhält sie in der Toulouser Station 35 ihre Trent 972-Turbofans von Rolls Royce.



Nach 16 Jahren ist Schluss

Am Seitenleitwerk ist bereits der Kunde zu erkennen, der MSN 272, die letzte ihrer Art, Anfang nächsten Jahres übernehmen soll: Neun A380 warten bei Airbus derzeit noch auf ihre Auslieferung, acht davon sind für Emirates vorgesehen – so auch die letzte. Ob sie tatsächlich planmäßig ausgeliefert wird oder, Corona sei Dank, in Toulouse doch länger als erwartet auf ihre Abnahme warten muss, muss sich noch zeigen. Station 40 jedenfalls, dort, wo seit 16 Jahren A380 montiert wurden, ist nun vorerst leer und ohne Aufgabe. Zwar hatte Airbus vor der Krise angekündigt, den Platz künftig für die A321-Produktion zu nutzen, davon zuletzt aber wieder Abstand genommen.



Frenchpainter (Aviation Toulouse)

Neun A380 muss Airbus noch ausliefern, acht an Emirates und eine an ANA (rechts im Bild). MSN 272 (links) ist die letzte ihrer Art.

Ende einer (kurzen) Ära

Dass die Montage der finalen A380 auch bei Airbus als historisches Ereignis gewürdigt wird, zeigt die Tatsache, dass zum Rollout Airbus-Chef Guillaume Faury und Programmdirektor Philipp Mhun in der Werkshalle erschienen. Faury würdigte das Programm in einer Ansprache an die Mitarbeiter. Auf den Fenstern der letzten A380 klebten derweil Porträts von Airbus-Mitarbeitern. Sie werden künftig im Konzern auf andere Aufgaben hoffen müssen. Das größte Passagierflugzeug der Welt wird in Toulouse schon bald endgültig Geschichte sein.

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