Knapp 22 Millionen Euro verbrennt British Airways täglich. Eine Besserung ist laut Alex Cruz, dem Chef des britischen Flag Carriers, nicht in Sicht. Im Winter geht es ihm zufolge ums nackte Überleben.

Derzeit fliegt BA laut Cruz nur gut ein Viertel ihres Vorkrisenangebotes. Wegen weiterehin mangelnder Nachfrage rechnet er nicht mehr damit, dass sich das bald ändern wird. „Wir ergreifen jede mögiche Maßnahme, um sicher zu gehen, dass wir den Winter überleben“, sagte er vor Abgeordneten. Dabei hält er die konfuse und uneinheitliche Quarantänepolitik und Reisebeschränkungen für einen der wichtigsten Gründe für die mangelnde Nachfrage.




British Airways

Einige BA-Institutionen fielen bereits der Coronakrise zum Opfer. So stellten die Briten zum Beispiel den täglichen A318-Flug nach New York ein und musterten den Baby-Airbus aus.

Große Unsicherheit beim Reisen

In dieser Lage hält Cruz Entlassung von Tausenden Mitarbeitern für möglich. Politiker und Gewerkschaften hatten das Management wegen früherer Pläne in diese Richtung scharf kritisiert. „Wir machen uns große Sorgen wegen der Wintersaison“, zitiert die Nachrichtenagentur „Reuters“ Cruz. „Die Menschen haben immer noch Angst davor, zu reisen und unsere Quarantäne-Liste ändert sich wöchentlich. Außerdem haben wir keine Teststrategie.“




Flughafen Chateauroux

Die A380 von British Airways sind seit Monaten geparkt, könnten zum Winterflugplan jedoch zumindest zum Teil reaktiviert werden.

A380 zurück im Dienst?

Unterdessen gibt es Anzeichen, dass British Airways mit Beginn des Winterflugplans Ende Oktober auch wieder mit dem Airbus A380 plant. Bereits vor knapp einem Monat tauchte die A380 im Planungssystem für tägliche Flüge nach Johannesburg, Los Angeles und Miami auf. Ab Februar 2021 könnte auch San Francisco als A380-Ziel hinzukommen. Derzeit sind alle zwölf A380 von British Airways am Boden. Elf parken im französischen Chateauroux, ein Exemplar weilt in Manila zur Wartung.




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