Das U.S. Army Combat Capabilities Development Command Aviation & Missile Center hat am Dienstag erstmals einen Chinook mit GE Aviation T408-Triebwerken in die Luft gebracht.

Die Flugversuche sind Teil eines Forschungsprojekts, das zeigen soll, wie die Integration leistungsstärkerer Triebwerke in den CH-47 Chinook zukünftig gesteigerte Anforderungen an Schwerlasthubschrauber erfüllen könnte. Das T408, das im Sikorsky CH-53K King Stallion verwendet wird liefert bis zu 5600 kW Leistung gegenüber 3630 kW beim derzeit verwendeten Honeywell T55.


Beim ersten Schwebeflug mit dem NCH-47D-Versuchsträger wurden verschiedene Manöver durchgeführt, um mehrere kritische Parameter, unterstützt durch Live-Telemetrie, zu bewerten. Trotz Reisebeschränkungen aufgrund von COVID-19 und Abstandsmaßnahmen während der Arbeit in Fort Eustis konnte dieser Meilenstein erreicht werden, so die US Army.


Das Triebwerksprogramm wird im Rahmen einer auf fünf Jahre angelegten Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung zwischen dem Aviation and Missile Center, Boeing und GE Aviation durchgeführt. Es wird erwartet, dass die weiteren, bis zum Jahresende geplanten Flüge sowohl Schwebe- als auch Vorwärtsflugmanöver bei verschiedenen Gewichten umfassen. Geplant ist auch eine Flugdemonstrationsveranstaltung für führende Vertreter des Heeres und der Industrie, um die Fähigkeit des CCDC AvMC zur Systemintegration zu demonstrieren.


Honeywell plant ebenfalls seine modernisierte T55-Wellenturbine an der CH-47 Chinook vorzuführen. Laut Honeywell ist das neue Triebwerk mit der Bezeichnung T55-GA-714C um 25 Prozent leistungsstärker (4410 kW) und verbraucht 10 Prozent weniger Kraftstoff als das aktuelle T55.




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