Da das Verteidigungsministerium 13 überzählige A400M nicht los wurde, wird mit den Transportern nun ein Multinational Air Transport Unit aufgebaut. Erste Partnernation ist Ungarn.

Mit der Aufstellung des Implementation Team – dem ersten personellen Stab der MNAU in Wunstorf – ist jüngst der erste Schritt dieses Plans in die Tat umgesetzt worden. Dies „ist ein weiterer Meilenstein im multinationalen, militärischen Lufttransport. Mit der Integration des ersten technischen Offiziers der ungarischen Luftwaffe beginnt die Zusammenarbeit mit unseren ungarischen Partnern“, sagt Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe.


Zukünftig wird die MNAU ihre Heimat auf dem Fliegerhorst in Lechfeld finden. Es ist geplant, zehn A400M dort zu stationieren, um neben Wunstorf einen weiteren A400M-Standort ins Leben zu rufen. Mitgliedsnationen der MNAU haben damit die Möglichkeit, ihren Bedarf an Flugstunden und Lufttransporten zu bündeln. Das spart erhebliche Kosten und Ressourcen.


Die MNAU-Mitglieder werden in die Lage versetzt, neben Personal eigene A400M-Flugzeuge mit eigener Hoheitskennung in den Verband zu integrieren. So ist es möglich, dass beispielsweise deutsche A400M Personal und Material der Partnerländer transportieren und umgekehrt. Aber nicht nur der reine Lufttransport ist eine Aufgabe der MNAU. Die Möglichkeit der Luftbetankung über Zentraleuropa ermöglicht allen MNAU-Mitgliedsländern, an internationalen Übungen wie zum Beispiel den Multinational Air Group Days (MAGDAYs) teilzunehmen, ohne aufwendig Personal und Material auf anderen Flugplätzen für den Übungszeitraum zu stationieren.




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