Kabinenluft ist laut einer Studie der Universität Frankfurt kein ideales Umfeld für das Corona-Virus. Auf einem Flug von Tel Aviv nach Frankfurt beobachteten die Forscher nur sehr geringes Infektionsgeschehen – obwohl Passagiere die Reise mit Corona angetreten hatten.

„Die Langstrecke muss wieder möglich werden“: Lufthansa und der BDL haben ihre Forderung nach einer Lockerung internationaler Reisebeschränkungen in dieser Woche erneuert. Doch wie groß ist das Risiko, sich auf einem Langstreckenflug zu infizieren, wenn es Bord einen Corona-Fall gibt? Wissenschaftler der Goethe Universität Frankfurt vermuten eine eher geringe Ansteckungsgefahr. Ihre Studie stützt sich auf Daten eines Hochrisikoflugs von Tel Aviv nach Frankfurt am 9. März.


„Verringerte Übertragungsrate“

Unter den 102 Passagieren an Bord befand sich eine 24 Kopf starke Reisegruppe – sieben Mitglieder dieser Gruppe wurden nach der Ankunft in Frankfurt positiv auf das Corona-Virus getestet. Niemand an Bord trug eine Maske. „Ausgehend von sieben Indexpatienten haben wir auf diesem Flug zwei SARS-CoV-2-Übertragungen nachgewiesen“, schreiben die Autoren. Diese Infektionen könnten aber auch „vor oder nach dem Flug“ stattgefunden haben.


Effektiver Luftaustausch

Beide Passagiere, die sich auf der Reise infizierten, saßen im Flugzeug „innerhalb von zwei Sitzreihen zu einem Indexpatienten“. Die Autoren der Studie vermuten, dass der Luftaustausch in Flugzeugkabinen die Ausbreitung des Corona-Virus an Bord effektiv hemmen kann. „Der Luftstrom in der Kabine von der Decke zum Boden und von vorne nach hinten könnte mit einer verringerten Übertragungsrate in Verbindung stehen“, heißt es in dem Paper. „Man könnte spekulieren, dass die Rate weiter gesenkt worden wäre, wenn die Passagiere Masken getragen hätten.“ Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass die Studie „mehreren Einschränkungen“ unterliegt.




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