Die Luftfahrtkrise durchkreuzt die Karrierepläne junger Piloten und Hunderter Flugschüler. Wie heftig wirkt sich Corona auf den Trainings- und Arbeitsmarkt aus? Der Thementag „Be a pilot“ liefert Antworten. In diesem Jahr erstmals virtuell, am 6. August.

Unter dem Leitbild „Neustart 2020 – Flugausbildung in Zeiten von Corona“ veranstalten FLUG REVUE und aero.de am 6. August mit „Be a pilot“ einen frei zugänglichen, virtuellen Thementag mit Webinaren zur akuellen Situation am Trainingsmarkt. Die Fachhochschule Aachen wird dabei in einem Vortrag ihren dualen Studiengang „Flugbetriebstechnik und Verkehrspilotenausbildung“ vorstellen, der mit einen Bachelor in Ingenieurswissenschaften und einer ATPL abschließt. Die FH Aachen verspricht Absolventen durch die Kombination „Berufschancen in vielen Industriezweigen.“


Aussicht auf ein Airliner-Cockpit?

Doch welche Airlines werden überhaupt wieder junge Piloten aufnehmen? „Der innereuropäische Flugverkehr wird sich wieder schneller erholen als die Langstrecke“, sagt Michael Müller von ATTC, der Piloten seit 25 Jahren beim Berufseinstieg und Cockpitwechsel berät.Günstigairlines werden sich laut Müller zügiger an den Flugmarkt nach Corona anpassen können als Konzerne mit großem Interkontanteil. „Die klassische ATPL gibt mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt als eine MPL, immer wichtiger wird aber die begleitende MCC-Ausbildung nach dem aktuellen Airlinestandard APS.“



Natalie Lehn

Seit Jahren bietet „Be a pilot“ Berufseinsteigern und Unternehmen eine Karriereplattform – im „Corona-Jahr“ 2020 ausnahmsweise virtuell.

Zweites Standbein sinnvoll

Mit Flugschulen aus Deutschland und Österreich hat Müllers Firma schon vor der Krise ein Programm entworfen, das Flugschüler bis zum Berufseinstieg als Erster Offizier begleitet und auch die Finanzierung regelt. Doch auch Müller rät zu einem doppelten Boden. „Ein Studium ist defintiv sinnvoll – auch in Hinblick auf einen möglichen Lizenzverlust im Lauf der Jahre.“


Fliegen im Öffentlichen Dienst

Fliegen bei maximaler Jobsicherheit bieten – zumindest derzeit – fast nur Rettungsstaffeln und öffentliche Arbeitgeber. Die Bundespolizei wird am 06. August ebenfalls in einem Webinar über ihr Ausbildungsprogramm informieren. Die Krise lenkt den Fokus weg von konzerngebundenen Programmen hin zu freien Flugschulen und dem öffentlichen Sektor.


Interessierte können sich auf der „Be a pilot“-Webseite näher informieren und am Thementag teilnehmen.



Airbus Helicopters H215 für die Bundespolizei - der 1000. Super Puma.


Airbus Helicopters

Hubschrauberpilot im Staatsdienst? Die Bundespolizei stellt sich im Webinar vor.

Pilot werden: jetzt erst recht?

Langfristig könnte sich das Blatt auch für junge Piloten wieder wenden. „Wir bleiben davon überzeugt, dass die Marktnachfrage langfristig wieder anzieht und sich so auch die Perspektiven für Piloten bessern“, sagt Dirk Sturny von der EFA. „Wir rechnen jedoch damit, dass es einige Jahre dauern wird, bis die internationale Luftfahrtbranche das Vorkrisenniveau erreicht.“




UAV DACH: Beitrag im Original auf https://www.flugrevue.de/job/virtuelle-messe-be-a-pilot-flugschueler-wie-weiter-nach-corona/, mit freundlicher Genehmigung von FLUG REVUE automatisch importiert. Der Beitrag gibt nicht unbedingt die Meinung oder Position des UAV DACH e.V. wieder. Für die Inhalte ist der UAV DACH e.V. nicht verantwortlich.