Seit Mitte März wartet die A380-Teilflotte von Emirates in Dubai, dass jemand sie aus dem Dornröschenschlaf wachküsst. Zum 15. Juli bringt Emirates die A380 auf zwei Europastrecken endlich in den Dienst zurück. Gleichzeitig baut die Airline tausende von Jobs ab.

115 Airbus A380 verichteten bis Mitte März ihren Dienst für den Golf-Carrier Emirates. Dann kam das Corona-Virus, und mit ihm das Grounding: Alle 115 Jets sind seitdem geparkt, verteilt auf die Flughäfen Dubai International und Dubai World Central. Um sie fit zu halten, waren einige Emirates-A380 zwischenzeitlich zwar immer wieder für kurze Werkstattflüge in der Luft, Passagiere aber haben die Doppelstock-Riesen seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr transportiert – und das, obwohl Emirates den Flugbetrieb längst wieder hat anlaufen lassen. Auf den wieder ins Programm genommenen Strecken setzte die Golf-Airline bislang jedoch ausschließlich die Boeing 777-300ER ein.

Emirates

Emirates ist mit 115 Exemplaren der mit Abstand größte A380-Betreiber. Wie viele der aktuell stillgelegten Superjumbos wieder abheben werden, steht jedoch noch nicht fest.

A380 „nach wie vor einzigartig“

Das wird sich in dieser Woche endlich ändern: Mit Stichtag 15. Juli bringt Emirates die A380 auf den „Rennstrecken“ von Dubai nach London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle zurück ins Spiel. Angekündigt hatte die Airline das schon vor drei Wochen, nun aber noch einmal offiziell bekräftigt, dass es auch dabei bleibt. Damit sind ab Mittwoch wieder A380 aus Dubai in Europa zu sehen – zum ersten Mal seit fast vier Monaten. Geht es nach Emirates-Betriebsleiter Adel Al Redha, soll der Superjumbo bald auch auf weiteren Emirates-Strecken wieder zum Einsatz kommen. Man freue sich darauf, mit der A380 nach und nach auch andere Ziele zu bedienen, „abhängig von der Nachfrage nach bestimmten Reisezielen“, erklärte Al Redha. Schließlich sei die A380 „bei unseren Kunden nach wie vor ein beliebtes Flugzeug“ und das Borderlebnis selbst mit Corona-bedingten Einschränkungen „nach wie vor einzigartig“. „Wir sind zuversichtlich, dass unsere Kunden es begrüßen werden, wieder mit diesem leisen, komfortablen Flugzeug zu fliegen“, so Al Redha weiter.

9000 Stellen werden abgebaut

Unterdessen mischen sich in die guten Nachrichten aus Dubai – wenig überraschend – auch schlechte: In einem Interview mit der britischen BBC bekräftigte Emirates-Chef Tim Clark, dass seine Airline angesichts der Krise um einen merklichen Stellenabbau nicht herumkomme. Erstmals nannte Clark dabei auch konkrete Zahlen: Bis zu 15 Prozent der Stellen werden wohl wegfallen – das betrifft 9000 Angestellte.

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