HiFly hat die Sitze der Economy Class im Hauptdeck ihres Airbus A380 entfernt, um den Vierstrahler als größten Hilfsfrachter der Welt einsetzen zu können. 300 Kubikmeter Corona-Hilfsgüter mit bis zu 60 Tonnen Masse passen nun an Bord.

Die Passagiersitze seien nur zeitweise entfernt worden, teilte Hi Fly mit. Das auf Malta und in Portugal beheimatete Unternehmen hatte seinen Airbus A380, 9H-MIP, gebraucht bei Singapore Airlines erworben, die ihre A380-Flotte teilweise mit fabrikneuen Flugzeugen verjüngt hatte. Das Hi Fly-Flugzeug trägt die frühe Werknummer MSN6 und ist bereits über 13 Jahre alt, technisch aber noch gut in Schuß.

Laut Hi Fly hilft die A380 nun, Bedarfsspitzen während der Corona-Krise im Luftfrachtbereich abzudecken. Dabei müssen insbesondere leichte aber voluminöse Hygieneartikel, wie Mundschutzmasken und Handschuhe transportiert werden. Für diese dringenden Transporte, oft aus China nach Europa und in die USA, hatten viele Airlines sonst ungenutzte Passagierflugzeuge umgerüstet. Die A380 ist nun der größte Hilfsfrachter im Angebot. Die Fracht wird an genau markierten Orten in der Kabine verstaut und mit Ladegurten an Halterungen in den Sitzschienen verzurrt. Netze halten die Kartonstapel auch bei unruhigem Flug sicher in Form.

Das fast sieben Meter breite und gut fünfzig Meter lange Hauptdeck der A380 muss durch die normalen Kabinentüren be- und entladen werden, die aber bei der A380 überbreit sind. Darunter befindet sich noch das normale Gepäck- und Frachtdeck, das bis zu 38 LD3-Frachtcontainer oder 13 Paletten aufnehmen kann.

Das Oberdeck ist weiterhin mit den Sitzen der Business Class bestuhlt. Durch seine Höhe über dem Vorfeld dürfte es nicht für den Frachttransport mitgenutzt werden. Nur wenige Catering- und Wartungs-Hubfahrzeuge reichen bis auf die acht Meter Fußbodenhöhe des A380-Oberdecks.

Hi Fly hatte ihren Airbus A380 in der Corona-Krise auch schon für Passagiertransporte eingesetzt, bei denen im Ausland gestrandete Touristen in ihre Heimatländer zurückgeholt wurden.

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