Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen ist eine Maschine der arabischen Etihad in der israelischen Großstadt Tel Aviv gelandet. Schickte Etihad beim ersten Mal noch eine ganz in Weiß gestrichene Maschine, wurde der zweite Flug von einer komplett lackierten 787 absolviert.

Israel und die Arabische Welt haben seit jeher nicht das beste Verhältnis. Auch das arabische Emirat Abu Dhabi pflegt mit dem jüdischen Staat keine diplomatischen Beziehungen. Entsprechend gibt es zwischen beiden Nationen auch keinen Flugverkehr – normalerweise. Doch die Corona-Pandemie stellt auch im Nahen Osten die Verhältnisse auf den Kopf. Und so kam es, dass am 9. Juni bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen ein Flugzeug der Golf-Airline Etihad mit medizinischen Hilfsgütern an Bord auf dem Ben Gurion-Airport in Tel Aviv landete.

Dreamliner in voller Etihad-Bemalung

War der erste Flug dieser Art am 19. Mai noch von einem unscheinbar weiß lackierten Airbus A330 bestritten worden, der nur über seine Kennung A6-EYP als arabische Maschine zu identifizieren war, ließ Flug EY9607 am 9. Juni keinerlei Zweifel an seiner Herkunft aufkommen: Mit der Boeing 787-9, Kennzeichen A6-BNA, schickte Etihad erstmals eine Maschine in voller Bemalung nach Israel, abermals beladen mit Hilfsgütern für die palästinensischen Autonomieregionen in Israels Staatsgebiet.

Israel Airports Authority

Etihad fliegt „von Abu Dhabi in die Welt“ – und ausnahmsweise auch nach Israel.

Palästinensische Behörden lehnen Hilfe ab

Der vor genau einem Jahr von Boeing an Etihad ausgelieferte Dreamliner schwebte am vergangenen Dienstagabend um kurz vor 21 Uhr Ortszeit auf Israels größtem Flughafen ein. An Bord hatte er laut offiziellen Angaben 16 Tonnen Fracht, die den Kampf der palästinensischen Behörden gegen das Coronavirus unterstützen sollen. Aus israelischen Regierungskreisen war zu hören, dass die Vereinten Nationen sich um die Weiterverteilung des Materials kümmern sollen. Die erste Hilfslieferung war von den Palästinensern jedoch abgelehnt worden, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg. Man wolle keine Brücke für bessere Beziehungen zwischen der Arabischen Welt und Israel darstellen, hieß es demnach von palästinensischer Seite als Begründung. Die israelische Regierung erklärte dagegen, die Hilfsgüter sollen sowohl an die palästinensischen Autonomiegebiete im Westjordanland als auch in den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen gehen.

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