Trotz herabgesetzter Produktionsraten werden sich Whitetails – fertige Flugzeuge ohne Abnehmer – laut Airbus-Konzernchef Guillaume Faury in den nächsten Monaten „nicht vermeiden lassen“. Als Kaufanreiz bringt der Flugzeugbauer auch eine Art Abwrackprämie ins Spiel.

Die Covid-19-Folgen zeichnen sich für Airbus immer klarer ab. Der Konzern will die Eintrübung des Luftverkehrsmarkts zunächst aber ohne direkte Staatshilfen überstehen. „Wir befürworten staatliche Hilfen für die gesamte Branche“, sagte Faury in einem „Spiegel“-Interview. „Sinnvoll wären jetzt Programme, die einen Anreiz dafür schaffen würden, dass Unternehmen alte Flugzeuge ausmustern und neue CO2-sparende Maschinen einsetzen.“ Verhandlungen zwischen Airbus und Regierungsvertretern über mögliche Steuerentlastungen für Fluggesellschaften „laufen in die richtige Richtung“, fügte der Manager hinzu.

Airbus

Auch in der neuen A320-Roboter-Strukturmontage in Hamburg-Finkenwerder wird die Produktionsrate heruntergefahren.

Rüstung als Schockabsorber

Airbus trimmt wegen der Covid-19-Krise die Produktion der Brot-und-Butter-Serie A320 von 60 auf 40 Flugzeuge pro Monat. „Das war der beste Kompromiss, um nicht zu viele Flugzeuge auf Halde zu produzieren und dennoch die Abläufe am Leben zu halten“, sagte Faury dem „Spiegel.“ Dennoch geht Faury von einer nicht unmittelbar absetzbaren Überproduktion aus. „Vermeiden lassen wird sich das nicht“, sagte das Manager. Der Umgang mit den sogenannten Whitetails werde Airbus „noch schwer beschäftigen“. In der Krise könnte die Rüstungssparte „als eine Art Schockabsorber wirken“. Airbus spreche mit Staaten über neue Aufträge und vorgezogene Zahlungen.ende Abwicklung.

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