Die Covid-19-Krise hat Virgin Australia in die Knie gezwungen. Die australische Regierung hat dem Management einen schnellen Kredit verweigert, nun steht der Qantas-Konkurrent zum Verkauf. Laut den eingesetzten Sonderverwaltern gibt es bereits zehn Interessenten.

Verhandlungen zwischen dem Airline-Management und Regierungsvertretern über einen Kredit in Höhe von 1,4 Milliarden australischen Dollar sind gescheitert. Die Regierung wollte die Virgin-Aktionäre in die Pflicht nehmen. Singapore Airlines, Etihad, die HNA- und die Nanshan Group halten jeweils 20 Prozent, Richard Bransons Virgin Group zehn Prozent. Sie haben das Schicksal der Airline und ihrer 10.000 Mitarbeiter nun an Sonderverwalter der Unternehmensberatung Deloitte übergeben.

Airline soll erhalten bleiben

Die sollen einen Käufer finden – und geben sich zuversichtlich, dass ihnen dies innerhalb der kommenden zwei bis drei Monate gelingen wird. Entlassungen oder Änderungen im Betriebsablauf planen sie eigenen Angaben zufolge nicht. „Gewöhnlich erzielt man das beste Ergebnis, wenn man die Airline als ganze verkauft“, sagte Sonderverwalter Vaughan Strawbridge. „Das ist ganz klar der bevorzugte Ansatz.“ Einige „sehr geeignete Kandidaten, die das Zeug haben, die Airline neu aufzustellen“ hätten schon Interesse angemeldet.

Betrieb auf Sparflamme

Virgin Australia ist mit gut fünf Milliarden australischen Dollar verschuldet. Die Airline soll während des Verkaufsprozesses einen Minimalbetrieb aufrecht erhalten.

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