Israelische Marinesoldaten, die im Rahmen ihrer Ausbildung in Deutschland waren, wurden von der 120. Staffel („Desert Giants“) in Hamburg abgeholt.

Der Sonderflug der Boeing 707-300 von Nevatim nach Fuhlsbüttel und zurück erforderte besondere Vorbereitungen, so Oberstleutnant S., dem Kommandanten der Staffel. Als Teil einer Vorsichtsmaßnahme in der IAF teilte sich der Verband in drei Gruppen auf, die nicht miteinander in Kontakt kommen. Dann wurde eine Mannschaft für den Flug ausgewählt.

Nach eineinhalb Tagen Flugvorbereitung hob die ausgewählte Besatzung nach Deutschland ab. „Unsere nächste Herausforderung bestand darin, das Flugzeug in möglichst getrennte Räume aufzuteilen. Die Besatzungsmitglieder saßen während des gesamten Fluges im Cockpit, die Lademeister und Techniker saßen im vorderen Teil des Flugzeugs, und die Passagiere saßen im hinteren Teil“, so der Kommandeur.

In der Zwischenzeit ließen die Soldaten der israelischen Marine in Deutschland ihre Temperatur messen und bereiteten sich auf die Rückkehr nach Hause vor. Nachdem das Flugzeug in Hamburg-Fuhlsbüttel gelandet war, stiegen sie durch die Hintertür ein und saßen im hinteren Teil des Flugzeugs. Über ein Megafon wurde ihnen eine Einweisung gegeben, und das Flugzeug hob sofort nach Israel ab.

In normalen Zeiten wäre eine solche Mission ziemlich einfach ausgeführt worden, da sie zu den Schwerpunkten der Staffel gehört. In diesen Zeiten wird die Mission jedoch komplexer. „Als Kommandant fällt es mir nicht leicht, meinen Soldaten zu sagen, dass sie sich auf einen Einsatzflug vorbereiten, bei dem der Feind nicht bekannt ist. Wir alle verstehen die nationale Bedeutung der Mission, warum sie jetzt ausgeführt werden muss, und wissen, dass Israel eines der wenigen Länder der Welt ist, das diese Art von Missionen ausführt“, erläutert Oberstleutnant S., der bei der Mission mit dabei war.

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