In den 70er Jahren arbeiteten US Air Force und US Army an einer gemeinsamen Taktik zur Bekämpfung von Bodenzielen. Für die Übungen in den USA erhielten die beteiligten Fairchild A-10 Thunderbolt II exotische Tarnanstriche.

Für ihre Zusammenarbeit riefen die US Air Force und die US Army das JAWS-Programm (Joint Attack Weapons Systems) ins Leben. Nach einer Übung in Fort Benning, Georgia, fand 1977 das Manöver JAWS II in Fort Hunter Liggett, Kalifornien, statt. Vier Fairchild A-10A Thunderbolt II der USAF flogen gemeinsam mit Bell AH-1 Cobra der US Army Einsätze gegen Bodenziele. Als gegenerische Waffensysteme wurden Mikojan MiG-21, Mil Mi-24 sowie die Flugkörper SA-6, SA-7 und SA-9 sowie das Flugabwehrsystem ZSU-23 simuliert. Mit der Übung wollten die Planer eine effektivere Taktik bei der Bekämpfung von Panzern und anderen Fahrzeugen schaffen, und damit die eigenen Verluste verringern.

Angriff in Baumwipfel-Höhe

Das Szenario sah wie folgt aus: Ein mit sowjetischen Waffen ausgerüsteter Gegner stieß mit seinen Panzern in das Tal vor. Der örtliche Kommandeur forderte Unterstützung in Form der AH-1 und A-10 an. Die Cobras versuchten, mit ihren TOW-Flugkörpern die gegnerische Luftabwehr auszuschalten. Bis auf die „MiG-21“, dargestellt von Northrop F-5 der US Air Force aus Nellis, blieben die Fluggeräte unterhalb von rund 200 Metern. Das Übungsgeschehen spielte sich also im extremen Tiefflug ab. Die A-10 flogen teilweise nur zehn Meter hoch. Scharfe Waffen wurden jedoch nicht eingesetzt.

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