Lufthansa Group: Nochmalige Kürzungen im Flugplan

Die Lufthansa Group hat am 16. März in Frankfurt weitere Flugstreichungen bekannt gegeben. Der Konzern werde letztmalig am 19. März Wien ansteuern und dann den dortigen Flugbetrieb bis zum 28. März aussetzen, so die Airline-Gruppe. Auch der sonstige Kurz- und Langstreckenflugplan sei nochmals signifikant gekürzt worden.

Ab Dienstag halte man noch zehn Prozent der ursprünglich geplanten Kapazität im Langstreckenverkehr aufrecht und zwanzig Prozent des ursprünglich geplanten Angebots im Kurzstreckenverkehr. Deutliche Kürzungen gebe es beim Verkehr in den Nahen Osten, nach Afrika, sowie nach Mittel- und Südamerika. Ab Donnerstag stelle Austrian Airlines ihren Flugbetrieb vorübergehend ein. Sie reagiere damit auf die Einreisebeschränkungen, die viele Staaten wegen des Corona-Virus verfügt hätten. Der jetzt nochmals aktualisierte Lufthansa-Flugplan gelte bis zum 12. April.

Gebuchte Fluggäste würden gebeten, den Status ihres Fluges im Vorfeld noch einmal zu prüfen. Bei der Verfügbarkeit von Ausweichflügen, auch mit anderen Airlines, würden die Passagiere aktiv informiert, sofern sie Kontaktdaten hinterlegt hätten. Außerdem biete man freiwillig Umbuchungen nach Verfügbarkeit an. Lufthansa verzeichne derzeit eine außergewöhnlich hohe Zahl von Anfragen in den Service-Centern und Stationen. Man versuche, deren Kapazität weiter zu erhöhen, empfehle aber, möglichst direkt auf den Airline-Webseiten zu buchen und umzubuchen.

Im Frachtbereich habe Lufthansa Cargo bisher fast alle geplanten Flüge durchführen können. Nur aufs chinesische Festland seien Flüge ausgefallen. Die eigene Frachterflotte von Lufthansa Cargo werde ihren Betrieb aufrecht erhalten, um globale Lieferströme weiter zu bedienen. Angesichts der aktuellen Krise seien Logistik und Luftfracht herausragend wichtig, so die Lufthansa Group.

Um gestrandete Reisende aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien in die Heimat zurückzuholen, hätten Lufthansa, Eurowings und Austrian mehr als 20 Sonderflüge durchgeführt, bei denen über 6000 Reisende befördert worden seien, darunter Kreuzfahrtpassagiere. Dabei wurden unter anderem Boeing 747, 777 und Airbus A350 eingesetzt.

Die Lufthansa Group bereite, nach Absprache mit den jeweiligen Regierungen, weitere Evakuierungsflüge vor. Lufthansa-Konzernhef Carsten Spohr sagte: „Es geht dabei nicht um wirtschaftliche Fragen, es geht um die Verantwortung der Airlines als kritische Infrastruktur ihrer Heimatländer.“ Lufthansa werde gemeinsam mit Flugsicherung und Flughäfen ein koordiniertes Konzept zur Aufrechterhaltung dieser kritischen Infrastruktur entwickeln.

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