Briten machen seltene SEPECAT Jaguar wieder flott

Britische Luftfahrtfans haben eine seltene SEPECAT Jaguar aus Beständen der Royal Air Force wieder zum Laufen gebracht. Mit doppeltem Nachbrennerschub raste der Einsitzer am Wochenende erstmals wieder über die Piste.

Die SEPECAT Jaguar mit der RAF-Bordnummer XX741 gab am Sonntag erstmals seit ihrer Restaurierung wieder Schub und beschleunigte entlang der Startbahn des früheren RAF-Stützpunktes Bentwaters. Das dortige Bentwaters Cold War Museum hatte den Einsitzer in jahrelanger Arbeit vervollständigt. Dafür mussten sogar zwei Rolls Royce Adour-Triebwerke wiederbesorgt werden.

Die Jaguar des Museums war 2009 erworben worden und bis 2013 aufwändig komplettiert worden. Der 1974 in Warton gebaute Einsitzer war 1994 bei der RAF nach 4260,20 Flugstunden abgestellt worden und gelangte 2005 auf den zivilen Markt. Die Wiederaufarbeitung gelang in jahrelanger Arbeit und mit großzügigen Spenden der Museumsmitglieder. Äußerlich dürfte diese Jaguar nun eines der am besten erhaltenen Exemplare sein.

Flugfähig ist diese Jaguar XX741 nicht mehr, und wird es wohl auch nicht mehr werden. Aber dafür ist der Einsitzer nun wieder voll funktionsfähig und kann bei den in Großbritannien üblichen Bodenvorführungen seine Triebwerke mit Nachbrennern anlassen und, wie bei einem Start, über die Startbahn rollen. Anschließend stößt der Jet seinen Bremsfallschirm aus und bremst, wie bei einem Startabbruch.

Die SEPECAT Jaguar entstand als Fortgeschrittenentrainer und leichtes Erdkampfflugzeug in britisch-französischer Zusammenarbeit. Der leichte, einsitzige Jet galt trotz seiner beiden Triebwerke immer als relativ schwach motorisiert und er benötigte relativ lange Startbahnen. Dafür bewährte sich die Jaguar durch gute Tiefflugeigenschaften und durch ihre Robustheit und Einfachheit.

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