Die Ankündigung der US-Regierung, ab Samstag für 30 Tage keine Europäer mehr ins Land zu lassen – mit Ausnahme von Briten -, trifft die Lufthansa Group hart. Trotzdem werden die Konzern-Airlines weiter in die USA fliegen. Lufthansa bereitet einen Notflugplan vor.

Flüge aus Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz in die Vereinigten Staaten finden auch nach Inkrafttreten des Einreisestopps für europäische Fluggäste am kommenden Samstag statt. Das verkündete die Lufthansa am gestrigen Donnerstagabend. Sowohl die Lufthansa selbst als auch die Tochter-Airlines Austrian, SN Brussels und Swiss fliegen demnach weiterhin über den Großen Teich – allerdings sehr ausgedünnt.

Patrick Zwerger

Swiss verbindet weiter Zürich mit Chicago und New-York (Newark). Lufthansa bedient dieselben Ziele ab Frankfurt.

Chicago, Newark, Washington

Dabei teilen die Kranich-Airlines sich die Arbeit auf: Während Lufthansa von Frankfurt aus Chicago und New York-Newark bedient, fliegt Swiss ab Zürich ebenfalls nach Chicago und Newark. Austrian bietet die Strecke Wien-Chicago an, SN Brussels fliegt weiter von Brüssel nach Washington. Aktuell arbeiteten die Airlines an einem entsprechenden Sonderflugplan, so die Lufthansa in einer Pressemitteilung, in der sie außerdem betont: „Fluggäste können über die angeflogenen US-amerikanischen Drehkreuze weiterhin sämtliche Ziele innerhalb der USA mit einem Anschlussflug der Partnerairline United erreichen.“

Kanada wird planmäßig bedient

Alle weiteren US-Flüge der Konzern-Airlines werden aufgrund der Restriktionen der US-Regierung bis auf Weiteres jedoch eingestellt. Das betrifft demnach auch alle Abflüge ab München, Düsseldorf und Genf. Ziele in Kanada würden dagegen vorerst weiter unverändert angeflogen. „Die Auswirkungen auf das Lufthansa Group Flugprogramm aufgrund der kürzlich veränderten Einreisebestimmungen für Indien werden derzeit bewertet“, so die Lufthansa weiter.

Boeing

Den Weitertransport der USA-Reisenden ab Chicago, Newark und Washington übernimmt Lufthansas Star Alliance-Partner United.

Sonderregelung für Crews

Dass die Lufthansa-Airlines vorerst weiter über den Großen Teich fliegen können, ist einer Ausnahmeregelung im Beschluss der US-Regierung zu verdanken. Paragraph 2, Absatz VII des Entscheids sieht vor, dass Flugzeugbesatzungen von dem Einreiestopp nicht betroffen sind. Da Europäer nach wie vor aus den Staaten aus- und US-Bürger zum aktuellen Stand frei hin und herreisen können, dürfte die Auslastung auf den wenigen verbleibenden Flügen trotz des Einreise-Embargos ordentlich sein.

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