Bei Boeing in Everett soll bald eine zweite 777-9 den ersten Prototyp bei der Flugerprobung unterstützen. Im Funk ist der zweite Jet bereits zu hören. Insgesamt will der Hersteller vier Flugzeuge zur Erprobung und Zulassung nutzen.

Die zweite Boeing 777-9, internes Kürzel WH002, ist seit dem Wochenende auf Boeing-eigenen Flugfunk-Frequenzen in Everett aktiv. Sie führt dort SELCAL- und HF-Funktests durch und prüft die Funkgeräte von Pilot und Copilot auf unterschiedlichen Frequenzen. Noch parkt das Flugzeug mit der Registrierung N779XX auf der Vorfeldposition 213 in Everett, es soll aber im zweiten Quartal zur Testflotte stoßen. Die zweite 777-9 ist bei den Tests für Stabilitätstets, Steuerungstests, Bodeneffekttests und Starts mit minimaler Fahrt und simulierten Triebwerksausfällen und für Autolandtests zuständig.

Aktiv ist bereits die erste 777-9 (siehe Foto), WH001, N779XW, die am 25. Januar ihren Erstflug durchführte. Diese 777-9 hat seitdem die Anfangsflugerprobung abgeschlossen und eine ausführliche Nachkontrolle durchlaufen. Nun ist sie für Steuerungstests, Langsamflugtests, Stabilitätstests, Vereisungstests, Flattertests bei Höchsteschwindigkeit, Bremsentests und Avioniktests zuständig.

Außerdem stoßen später noch die beiden 777-9 mit den Boeing-internen Kürzeln WH003 und WH004 zur Testflotte, die für Leistungstests, Avioniktests, APU-Tests, Beladungstests (WH003) und Kabinentests, Langstreckentests, Lärmtests und Funktionstests (WH004) zuständig sind. Diese beiden Flugzeuge werden im Zulassungsprogramm nur wenig beansprucht und anschließend rückgerüstet und 2021 als Kundenflugzeuge, vorausssichtlich mit den Registrierungen D-ABTE und D-ABTI, an Lufthansa ausgeliefert.

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