Als Ergänzung der Flüge mit der C-17 Globemaster III hat die Royal Australian Air Force erstmals seit langem wieder eine Lockheed Hercules in die Antarktis eingesetzt.

Das letzte Mal flogen 1989 C-130Hs der No. 36 Squadron von Christchurch in Neuseeland zur amerikanischen Station in McMurdo. Nun machte sich eine neue C-130J Super Hercules der No. 37 Squadron vom Flugplatz Hobart aus auf den 3400 Kilometer langen Weg über das Südpolarmeer zur 3,5 Kilometer langen Eislandebahn am Wilkins Aerodrome.

Lockheed Martin C-130J Super Hercules der Royal Australian Air Force auf der Eispiste des Wilkins Aerodrome in der Antarktis.

Australian MoD

C-130J der RAAF auf dem Wilkins Aerodrome in der Antarktis.

Der siebeneinhalb Stunden lange Flug erforderte die Verwendung von externen Treibstofftanks wodurch sich ihre Gesamtkapazität von 19 Tonnen auf 27 Tonnen erhöhte. „Die Hercules lieferte 780 Kilogramm Fracht an die australischen Expeditionsteilnehmer in der nahe gelegenen Forschungsstation Casey“, so Der Direktor der Austalien Antarctic Divisio, Kim Ellis.

Für den Rückflug hatte die Hercules auch zusätzlichen Treibstoff in ihrem Frachtraum. Am Wilkins Aerodrome wurde dieser vom Bodenpersonal die normalen Tanks der Hercules gepumpt.

RAAF nutzt C-17 für Antarktisflüge

In den letzten Jahren verwendeten die australischen Luftstreitkräfte vor allem Boeing C-17 für die Antarktisversorgung. So wurde zum Beispiel am 27. Februar ein Traktor und die kritische Stationsausrüstung eingeflogen. Dazu gehörten eine Ground Power Unit zur Unterstützung des Airbus A319-Transports der Australian Antarctic Division sowie Ausrüstungen für die Startbahn.

Die C-17 kehrte mit acht Paletten Fracht und 23 Passagieren zurück. Am 29. Februar brachte eine zweite C-17A-Mission einen weiteren Traktor nach Wilkins und kehrte mit acht Paletten Fracht und vier Passagieren nach Hobart zurück.

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