Boeing hat nach langem Zögern seinen Vorschlag für den FARA-Wettbewerb der US Army enthüllt – einen konventionellen Hubschrauber mit Zusatzpropeller im Heck.

Das Future Attack Reconnaissance Aircraft (bewaffneter Aufklärungshubschrauber) des Unternehmens entstand in der Phantom Works-Abteilung und ist laut Boeing „eine risikoarme, erschwingliche Lösung, die durch umfangreiche Tests und Analysen validiert wurde“.

Der Flugschrauber verfügt über einen gelenklosen, besonders steifen Sechsblatt-Hauptrotor und nur ein Triebwerk. Ein Fly-by-Wire-System soll eine Wendigkeit ermöglichen die über die eines typischen Drehflüglers hinausgeht.

Boeing FARA-Konzept

Boeing

Boeing FARA.

Im Tandem-Cockpit sind rekonfigurierbare Großflächendisplays verbaut. Die Systeme sollen sich nahtlos in das Betriebssystem des Heeres integrieren und besonders wartungsfreundlich sein.

Boeings FARA „integriert die neuesten bewährten Technologien und Fertigungstechniken, um Risiken und Kosten zu senken und dem Heer gleichzeitig ein völlig neues, flexibles Design zu bieten, das alle Anforderungen erfüllt“, heißt es. Dies schließt die geforderte Marschgeschwindigkeit von mindestens 330 km/h ein.

Für zwei Army-Aufträge zum Bau von FARA-Prototypen bewerben sich neben Boeing AVX Aircraft (mit L3 Technologies), Bell, Karem (mit Northrop Grumman und Raytheon) sowie Sikorsky. Eine Auswahlentscheidung wird im Laufe des Monats erwartet.

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