Zum ersten Mal unterziehen die Heeresflieger ihre beiden Hubschraubermuster einer Einsatzprüfung in großer Kälte und unter extremen Wetterbedingungen.

Die knapp zweitausend Flugkilometer von Deutschland bis zum Testgelände in Vidsel haben die Crews mit ihren vier Hubschraubern zurückgelegt. Sie kommen von den Transporthubschrauberregimentern 10 und 30 sowie dem Kampfhubschrauberregiment 36. Rund 95 Soldaten und Angestellte sind beteiligt, erklärt der Kommandoführer, Oberstleutnant Sebastian Calonz von der Division Schnelle Kräfte (DSK).

Insgesamt sechs Wochen wird die Kälteerprobung dauern. Die fliegenden Anteile konzentrieren sich dabei auf drei Wochen. Landungen im Tiefschnee, Fliegen mit Außenlasten, Einsatz der Rettungswinde oder etwa das Schießen mit verschieden konfigurierten Waffenanlagen am Tiger reihen sich aneinander.

Stets unterstützen dabei die Bodencrews, die mit ihrem Einsatz und ihrer Technik das Fliegen der Hubschrauber erst ermöglichen. Kommandoführer Calonz fasst zusammen: „Die niedrigen Temperaturen sind für Mensch und Maschine die Herausforderung.“ Diese einmalige Gelegenheit werde helfen, das Einsatzspektrum der Heeresflieger entscheidend zu erweitern.

Zu Beginn der Prüfung reiste auch Oberst Andreas Pfeifer, Stellvertreter des Divisionskommandeurs der DSK (Division Schnelle Kräfte) und zugleich General Flugbetrieb Heer, nach Schweden. Der Stellenwert dieser Einsatzprüfung sei für die Heeresflieger immens. Es gelte: „Mit den Erkenntnissen aus dieser Prüfung, Einsatzverfahren und Weiterentwicklungen für den Einsatz der Hubschrauber wie auch unserer Soldaten in solchen Klimazonen abzustimmen und voranzutreiben.“

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