Die US Air Force hat erste Schritte für die Beschaffung von Boeing F-15EX eingeleitet. Der Bedarf könnte bei bis zu 144 Flugzeugen liegen.

Das ohne Wettbewerb laufende Beschaffungsverfahren begann mit einer vorläufigen Ausschreibung auf der Beschaffungs-Website der Regierung (beta.sam.gov). Vorerst weren keien Stückzahlen genannt, es heißt lediglich man wolle dieF-15C/D-Flotte „auffrischen“ und die F-15E-Flotte mit der F-15EX-Version „verstärken“. Als Triebwerk ist das General Electric F110 vorgesehen.

Grundlage für die jetzige Ausschreibung ist der Verteidigungshaushalt 2020, in dem 1,05 Milliarden Dollar für den Kauf von acht F-15EX eingestellt sind. Allerdings hat der Kongress eine Bedingung in den Etat geschrieben: bis der Luftwaffe-Staatssekretär einen Bericht über die Beschaffungsstrategie vorgelegt hat dürfen nur zwei Flugzeuge finanziert werden.

Die US Air Force leidet darunter, dass ihre Fighter-Flotte zunehmend veraltet und neue F-35 Lightning II nicht in der notwendigen Stückzahl zulaufen (nötig wären laut einigen Schätzungen 72 Flugzeuge pro Jahr). Allerdings weigerte man sich lange, neben Stealth-Mustern (5. Generation) wieder Fighter der sogenannten vierten Generation zu kaufen.

Die F-15EX wird von Boeing schon seit einiger Zeit als Fighter der Generation 4+ vorgeschlagen. Sie basiert auf den Eagles, die in St. Louis derzeit für Saudi-Arabien und Katar gebaut werden. Sie sind unter anderem mit einem Fly-by-Wire-System und einem verstärkten Flügel sowie neuen Cockpitdisplays, neuen Rechnern und dem EloKa-System EPAWS (Eagle Passive Active Warning Survivability System) ausgerüstet. Es kommt das AESA-Radar APG-82 zum Einbau.

Durch die Freigabe weiterer Waffenkombinationen soll die F-15EX in der Lage sein, bis zu 22 Luft-Luft-Lenkwaffen zu tragen. Alternativ könnten acht Luft-Luft-Lenkwaffen und 28 Small Diameter Bombs oder bis zu sieben 1000-Kilogramm-Bomben mitgeführt werden.

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