Boeing setzt 777-9 Erstflugtermin an

Boeing hat den Erstflugtermin für die erste Boeing 777-9 angesetzt: Am Donnerstag soll sich der mit neuem Flügel und neuen Triebwerken modernisierte Riesentwin zum ersten Mal in die Lüfte erheben. Allerdings ist schlechtes Wetter vorhergesagt.

Boeing teilte den am 23. Januar um 10 Uhr Ortszeit geplanten Erstflugtermin am Dienstag in einer internen E-Mail an die Mitarbeiter mit. Dann soll der neue Zweistrahler 777-9 in Everett zum Erstflug starten und am Flughafen Boeing Field in Seattle landen. Dort befindet sich die Basis der Boeing-Testflugabteilung, der die weitere Flugerprobung bis zur Zulassung durch die FAA untersteht.

Unklar ist noch, ob die Wetterbedingungen für einen Erstflug ausreichen werden. In Seattle herrscht derzeit nach einem Wintereinbruch mit Schnee in der vergangenen Woche Regenwetter mit niedrigen Wolkenuntergrenzen. Für den Erstflug braucht der Prototyp der 777-9 Windverhältnisse, die einen Start aus Everett nach Norden ermöglichen, in die dünnst besiedelte Richtung. Ein eventueller Rückenwind darf nicht über zehn Knoten liegen. Außerdem müssen die Sichtverhältnisse ausreichen, um den Start von Begleitflugzeugen aus zu beobachten.

Beim Erstflug der 787 im Dezember 2015 war der Start aber trotz niedriger Wolkenuntergrenzen und Regens möglich. Laut FAA-Vorgaben sind in den USA, anders als bei Airbus-Erstflügen, beim Erstflug nur die beiden Piloten an Bord und keine weiteren Ingenieure.

Am Dienstag ließ 777-9 Prototyp WH001 nur kurz seine Triebwerke an. Ein geplanter Rolltest wurde auf den heutigen Mittwoch verschoben.

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