Die indischen Luftstreitkräfte haben am Freitag in einer großen Zeremonie auf der Air Force Station Jodhpur ihre letzten Mikojan MiG-27 außer Dienst gestellt.

Indien war neben Kasachstan das letzte Land, das noch MiG-27 nutzte. Das Bodenangriffsflugzeug war seit über drei Jahrzehnten bei der Indian Air Force im Einsatz. Es nahm an allen großen IAF-Operationen teil und spielte im Kargil-Krieg 1999 mit Pakistan eine herausragende Rolle.

Als letzte Einheit flog die 29 Squadron „Scorpions“ noch sieben modernisierte MiG-27. Die Staffel wurde am 10. März 1958 auf der Luftwaffenstation Halwara mit dem Flugzeug Ouragan (Toofani) aufgestellt. Im Laufe der Jahre wurde die Staffel mit zahlreichen Jagdflugzeugtypen ausgestattet, darunter MiG-21 Typ 77, MiG-21 Typ 96, MiG-27ML und zuletzt MiG 27 Upgrade.

Eine zweite Staffel in Jodhpur (Rajasthan) war Anfang des Jahres aufgelöst worden. Zuvor stellten zwei Staffeln in Hashimara (Westbengalen) ihre MiG-27 außer Dienst.

Zuletzt hatte die Zuverlässigkeit des Jagdbombers offenbar gelitten: Am 31. März stürzte ein MiG-27-Kampfjet bei einem Routineeinsatz von Jodhpur aus in einem Dorf in Sirohi in Rajasthan ab. Am 4. September stürzte eine weitere MiG-27 bei einem Routineeinsatz in der Nähe von Jodhpur ab, aber sowohl Pilot als auch Copilot konnten sich retten.

Die ersten MiG-27 wurden ab 1984 nach Indien geliefert, wobei Hindustan Aeronautics Limited ein Jahr später mit der Lizenzproduktion begann und die Flugzeuge bis 1996 weiter baute. Insgesamt sollen die Indischen Luftstreitkräfte etwa 210 MiG-27 in mehreren Varianten erhalten haben. Sie waren bei sieben verschiedenen Staffeln und einer Ausbildungseinheit eingesetzt und dienten während eines Großteils der 1990er und 2000er Jahre als Rückgrat der Bodenangriffsfähigkeit der indischen Luftwaffe.

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