Seefrachter bringt LH-Super Star nach Bremen

Foto: Lufthansa Technik

Per Schiff ist die zerlegte Lockheed Super Star von Lufthansa am Dienstag in Bremen eingetroffen. Der Oldie hatte in den USA flugfähig restauriert werden sollen, bevor die Kosten dafür völlig aus dem Ruder liefen.

Der in Antigua Barbuda registrierte Containerfrachter „Industrial Dart“ brachte die zerlegte und in Containern verpackte Viermot am Dienstagnachmittag nach Bremen. Dort wird das historische Flugzeug nun eingelagert, bevor über sein weiteres Schicksal entschieden ist. Lufthansa hat bereits angekündigt, die Super Star, wie auch die Ju-52 D-AQUI, langfristig zu behalten. Vermutlich wird eine museale Aufstellung erfolgen.

Die L-1649A Super Star der Lufthansa war zehn Jahre lang, von 2008 bis 2018, in Auburn, Maine aufwändig restauriert worden. Die Viermot sollte als aktives Lufthansa-Museumsflugzeug wieder flugfähig gemacht werden und ein neues RVSM-Glascockpit für Langstreckenflüge und eine neue Kabine erhalten. Die sehr komplizierten Kolben-Flugmotoren der Super Star wurden ebenfalls generalüberholt. Die Kosten für das gesamte Vorhaben, angeblich fiel bereits ein dreistelliger Millionenbetrag an, ohne dass ein Ende in Sicht kam, liefen allerdings aus dem Ruder, da immer aufwändigere Strukturarbeiten und Zertifizierungen folgten.

Schließlich entschloss sich die Lufthansa-Führung, das bis dahin von einer breiten Sympathiewelle begleitete Vorhaben abzubrechen. Der Oldtimer wurde zerlegt und nach Deutschland verschifft. Wann eine Entscheidung über die weitere Verwendung fällt, ist noch nicht bekannt.

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