Air Baltic übernimmt 20. Airbus A220-300

Foto: Air Baltic

Air Baltic setzt voll auf die A220-300. Der Airbus made in Canada wird mittelfristig das einzige Muster in der Flotte der lettischen Airline sein. Mit dem Erhalt des 20. Flugzeugs ist die Ursprungsbestellung von Air Baltic nun komplett – doch die Letten haben noch viel mehr vor.

Ende November 2016 traf der erste Airbus A220-300 für Air Baltic in der lettischen Hauptstadt Riga ein. Damals wurde das Flugzeug noch von Bombardier gebaut und hieß CS300, doch für Air Baltic begann damit eine in der eigenen Historie bis dato einzigartige Erfolgsgeschichte. Immerhin hatte man sich bei der Order des Bombardier-Jets weit nach vorn gewagt, avancierte gar zum weltweiten Erstbetreiber der großen CSeries-Variante CS300. 20 Maschinen des Typs hatten die Letten damals bestellt, um ihre Flotte zu verjüngen. Und wurden prompt belohnt: Die CS300 erwies sich rasch als ideale Wahl für die Ansprüche von Air Baltic. So war es nicht verwunderlich, dass Ende Mai 2018 eine weitere Order aus Riga bei Bombardier ins Haus flatterte: Air Baltic bestellte damals 30 weitere CS300 fest, zeichnete 15 Optionen und sicherte sich zudem die Erwerbsrechte für 15 weitere CS300. Damit stiegen die Letten zum zweitgrößten CSeries-Kunden der Welt auf.

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Die 20. A22-300 für Air Baltic mit der Kennung YL-AAT nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen Riga am 21. September.

Reine A220-Flotte bis Ende 2022

Inzwischen hat Airbus die Regie im einstigen CSeries-Programm übernommen und das Flugzeug auf den Namen A220 umgetauft. An der Euphorie für den Flugzeugtyp hat sich bei Air Baltic dadurch allerdings nichts geändert – im Gegenteil: Künftig möchte der lettische Carrier bei der Flottenplanung voll und ganz auf die nun als A220-300 firmierende Maschine setzen. Einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg dorthin konnte Air Baltic nun am vergangenen Samstag setzen: Mit Erhalt der 20. A220-300, sie trägt das Kennzeichen YL-AAT, sind alle ursprünglich bestellten Flugzeuge in Lettland eingetroffen. Bis zum Jahresende sollen noch zwei Maschinen aus der Folgebestellung von 2018 dazukommen. Bis Ende 2022 möchte die Airline den Flottenumbau hin zur homogenen A220-Flotte vollständig abgeschlossen haben. Derzeit fliegen neben den 20 A220-300 noch acht Boeing 737 und zwölf Bombardier Q400 für die Letten.

A220 ist „grünstes Flugzeug“

Die A220 sei gegenwärtig „das grünste Flugzeug“, das der Markt zu bieten habe, begründet Air Baltic ihre Vorliebe für den kanadischen Adoptiv-Airbus. Das Flugzeug verbrauche gut 22 Prozent weniger Kerosin als seine Vorgänger in der Flotte und hinterlasse einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck. Mit ihren PW1000-Getriebefans sei die A220 zudem deutlich leiser. „Unsere Entscheidung im Jahr 2012, einer der Erstbetreiber des modernsten Airliners der Welt zu werden, war von Erfolg gekrönt“, blickt Air Baltic-Chef Martin Gauss hochzufrieden zurück. „Wir haben davon sehr stark profitiert und befinden uns seitdem auf einem stabilen Wachstumskurs.“ Bislang habe man mit der A220-300 mehr als 3,75 Millionen Passagiere befördert, so Air Baltic weiter. Dabei seien die Flugzeuge zu mehr als 37000 Flügen abgehoben und hätten zusammen über 94000 Stunden im Dienst verbracht.

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