Airbus erweitert A320-Endmontagewerk in Tianjin

Foto: Airbus

Das chinesische Endmontagewerk von Airbus in der Hafenstadt Tianjin übernimmt künftig auch die Rumpfausrüstung der in China gebauten A319 und A320. Dies vereinbarte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem jüngsten Staatsbesuch in China.

Airbus habe sein Bekenntnis zur strategischen Partnerschaft mit Chinas Luftfahrtindustrie erneuert und ein erweitertes Abkommen mit AVIC unterzeichnet, meldete der europäische Flugzeughersteller. Man werdie die Zusammenarbeit mit AVIC bei der Standardrumpfproduktion vertiefen. Das Abkommen sei in Anwesenheit von Chinas Premier Li Keqiang und Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Großen Halle des Volkes in Peking beim jüngsten Staatsbesuch der Kanzlerin unterzeichnet worden.

Künftig werde AVIC an der Rumpfausrüstung der in China gebauten A319 und A320 beteiligt. Das erste Flugzeug mit einem in China ausgerüsteten Rumpf werde im zweiten Quartal 2021 ausgeliefert. Die jüngste Vertragsunterzeichnung sei ein Meilenstein in der gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit, so Airbus. Die Luftfahrtindustrie auf beiden Seiten profitiere hinsichtlich Produktionsmenge und Qualität davon. Die in China endzumontierenden Flugzeuge werden, zu großen Teilen in Europa vorproduziert, aus Hamburg per Schiff in Tianjin angeliefert.

Die Zusammenarbeit besteht seit 1985, als die Xi’an Aircraft Company (mittlerweile in der AVIC Aircraft Co.Ltd aufgegangen) begann, Zugangstüren für die A300 und A310 an Airbus zu liefern. Für die 2008 eröffnete A320-Endmontage in Tianjin (Foto) steuert China mittlerweile auch die Flügel bei. Neben dem Endmontagewerk hat Airbus einen Ausrüstungshangar für die Kabinen chinesischer A330 und ein Auslieferungszentrum errichtet. Außerdem befinden sich in Harbin, in Nordchina, und in Peking chinesische Airbus-Kooperationsstandorte. Der Wert der Kooperation lag 2018 bei 900 Millionen US Dollar.

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