A400M als Tanker nach Jordanien

Airbus A400M der Luftwaffe als Tanker nach JordanienFoto: Luftwaffe 4 Bilder

Als erster Nutzer bringt die Luftwaffe die A400M als Tanker in den Einsatz. Der Testbetrieb in den nächsten Wochen bei der Operation „Counter Daesh“ soll wertvolle Erfahrungen bringen.

Der Kommodore des Lufttransportgeschwaders 62 (LTG), Oberst Ludger Bette verabschiedete am Freitag das erste Einsatzkontingent eines Airbus A400M in der Betankungsversion AAR (Air-to-Air-Refueling) in Wunstorf.

21 Soldatinnen und Soldaten des Lufttransportgeschwaders 62 werden im Rahmen der Auslandsmission ,,Counter Daesh“ den Auftrag Luftbetankung von den A310 Tankern übernehmen. Seit Beginn der Operation wurden bisher über 5500 deutsche und alliierte Jets in der Luft betankt.

Als Tankflugzeug kann der Airbus gleichzeitig zwei Flugzeuge betanken. Insgesamt können rund 40 Tonnen Kerosin abgegeben und bis zu zehn Flugzeuge in einer Stunde betankt werden. Die Crews aus Wunstorf verfügen mittlerweile bei diesem Verfahren über die notwendige Routine, um die Betankung unter Einsatzbedingungen durchzuführen.

Seit Ende Mai 2018 ist der A400M der deutschen Luftwaffe für die Luftbetankung freigegeben. Anders als bei normalen Transportflügen hat der A400M an seinen Flügeln zwei Behälter montiert, sogenannte AAR-Pods (air-to-air-refueling). Sie sind das Herzstück eines A400M Tankers und an jeden normalen A400M montierbar.

Die Pods beinhalten den Luftbetankungsschlauch und eine selbständige Stromversorgung. Diese ist unter anderem erforderlich, um einen ausreichenden Treibstoffdruck während des Betankens zu erzeugen. Angetrieben wird der Stromgenerator von einem kleinen Propeller, der an der Spitze montiert ist und sich im Flug mit dreht.

Im LTG 62 werden aktuell 30 A400M betrieben.

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