Wie in der Nacht zu Dienstag bekannt wurde, hat die Fluggesellschaft Germania beim Insolvenz beantragt. Damit sind Bemühungen der letzten Wochen um eine neue Finanzierung gescheitert.

Germania A318 Nürnberg ca. 2017

Der letzte Flug der Germania fürhte von Fuerteventura nach Nürnberg (Foto: Germania).  

 

„Leider ist es uns schlussendlich nicht gelungen, unsere Finanzierungsbemühungen zur Deckung eines kurzzeitigen Liquiditätsbedarfs erfolgreich zum Abschluss zu bringen“, sagte Karsten Balke, CEO der Germania Fluggesellschaft mbH in einer nach Mitternacht veröffentlichten Mitteilung.

Der kurzzeitige Liquiditätsbedarf war laut Germania entstanden, da insbesondere unvorhersehbare Ereignisse wie massive Kerosinpreissteigerungen über den Sommer des vergangenen Jahres bei gleichzeitiger Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar, erhebliche Verzögerungen bei der Einflottung von Fluggerät sowie eine außergewöhnlich hohe Anzahl technischer Serviceleistungen an der Flotte das Unternehmen in großem Umfang belastet hatten.

Von der Insolvenz betroffen sind die Germania Fluggesellschaft mbH und ihr Schwesterunternehmen für technische Dienstleistungen, die Germania Technik Brandenburg GmbH, sowie die Germania Flugdienste GmbH. Die Schweizer Germania Flug AG und die Bulgarian Eagle sind von dem Schritt nicht betroffen.

Der Flugbetrieb wird in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 2019 eingestellt. Letzter Flug war wohl ST3711 vonFuerteventura nach Nürnberg.

Germania  hatte zuletzt jährlich mehr als 4 Millionen Passagiere. Von 18 Abflughäfen in Europa bot sie Verbindungen zu mehr als 60 Zielen innerhalb des Kontinents, nach Nordafrika sowie in den Nahen und Mittleren Osten. Die Flotte umfasste 37 Flugzeuge. Für 

Von der Einstellung des Flugbetriebs betroffene Fluggäste, die ihren Germania-Flug im Rahmen einer Pauschalreise gebucht haben, können sich zur Organisation einer Ersatzbeförderung direkt an ihren jeweiligen Reiseveranstalter wenden. Für Passagiere, die ihr Flugticket direkt bei Germania gekauft haben, besteht aufgrund der gültigen Gesetzeslage bedauerlicherweise kein Anspruch auf Ersatzbeförderung.

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