Korrekte Nutzung des Luftraums

Besitzen Sie auch so ein tolles flugfähiges Gerät (UAS, Drohne, RPAS, Flugmodell) oder etwas ähnliches? Dann sollten Sie hier dringend weiterlesen und sich mit den aufgeführten Inhalten vertraut machen !!!

Jedes fliegende Gerät nimmt am Luftverkehr teil und kann somit zu einer Gefahr für andere Luftverkehrsteilnehmer und überflogene Personen und Objekte werden.

Von Ihnen als "Luftfahrer" wird deshalb verantwortliches Denken und Handeln (Airmanship) erwartet. Dazu gibt es weltweit Luftverkehrsregeln, die sie zu Ihrer eigenen Sicherheit kennen und befolgen müssen. Als Mitglied des UAVDACH, des DAeC, des DMFV oder eines anderen Luftfahrtverbands lernen Sie am nachhaltigsten, wie Sie der hohen Verantwortung des "Luftfahrens" gerecht werden. 

Über die aktuellen Flugregeln für unbemannte Luftfahrtsysteme in Deutschland informiert Sie der nächste Kasten.

Quadrotor-Copter / Mini-Hubschrauber und Flächenflugzeuge unter 250g (mini-UAS / sogenannte "Air-Toys")
gelten zwar als ungefährlich und können relativ frei benutzt werden, dennoch birgt ihr Betrieb ein Restrisiko. Für Benutzer solcher Fluggeräte hat UAVDACH einen Beipackzettel entworfen, der plakativ über die wesentlichen Regeln in Deutschland informiert. Zusätzlich sollten sich alle Nutzer/Betreiber von mini UAS über ein Lernvideo online mit den wesentlichen Grundregeln selbst vertraut machen.

  1. Zusätzlich zum Beipackzettel sollte grundsätzlich allen verkauften Flugsystemen ein ausführliches Flug- & Betriebshandbuch beliegen. Besser noch, wenn die "in Verkehr Bringer" nachweisen können, dass sie selbst in Luftfahrtfragen geschult sind und den Käufer des Fluggerätes umfassend über Risikovermeidung beraten haben.
  2. Jeder Betreiber / Nutzer sollte eine Basisschulung im Gebrauch des flugfähigen Produktes erhalten; diese erhält er am besten bei einer UAVDACH-Flugschule oder in einem Modellflugverein.
  3. Das Produkt sollte auf sichere Verwendbarkeit geprüft sein;  CE-Kennzeichen / sonstige Gütesiegel
  4. Der Betrieb jeden fliegenden Gerätes muss über eine Haftpflicht Versicherung abgesichert sein.

UAVDACH bietet seinen Mitgliedern solche Leistungen vergünstigt an; ein Grund mehr, Mitglied zu werden.


Derzeitige UAS-Regelung in Deutschland

Die Nutzung des deutschen Luftraums ist erlaubispflichtig
wenn die Arten der Nutzung der Auflistung von § 21a LuftVO Abs. 1 Ziffern 1 bis 5 entsprechen.

Die Nutzung des Luftraums ist verboten
wenn die Arten der Nutzung der Auflistung des § 21b LuftVO Abs. 1 Ziffern 1 bis 11 entspricht.

Ab 1.10.2017 gelten ergänzende Regeln:

  1. für UAS>0,25kg Abflugmasse ist eine Kennzeichnung anzubringen gemäß § 19 LuftVZO und
  2. für UAS>2kg Abflugmasse ist ein Kenntnisnachweis gemäß § 21a LuftVO[nbsp]Abs. 4 vorzulegen.

Die einfachste Übersicht über die Anwendung der neuen Regelungen erhält der Betreiber eines UAS durch eine Entscheidungsgrafik (Quelle: Luftfahrtbehörde Bremen) oder ein Workflow-Diagramm (Quelle: UAVDACH-Services UG).

Auch alle davon nicht erfassten flugfähigen Systeme
z.B.:   Drohnen < 0,25kg können evtl. die Sicherheit der Luftfahrt, die Unversehrtheit der Bevölkerung und die Unversehrtheit von Einrichtungen insbesondere bei unsachgemäßem Gebrauch gefährden.

Ausführungsbestimmungen zu den Verordnungen werden bei Bedarf als Nachrichten für Luftfahrer (NfL) durch die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS) herausgegeben, d.h. jeder Luftraumnutzer muss sich immer und regelmäßig auf den neuesten Informationsstand bringen (Übersicht der relevanten NfL siehe nebenstehender Kasten).

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale infrastrktur (BMVI), die regionalen Länder-Luftfahrtbehörden (LLB), das Luftfahrt Bundes Amt (LBA) sowie de DFS veröffentlichen jeweils eigene Informationen dazu.

Aktuelle Verordnungen

EU-923-2012_SERA gültig seit 2012 soweit auch für UAS relevant (z.B. Führen von Lichtern, Ausweichregeln, Flugaufzeichnungen, etc.);

NfL-1-1163-17 gültig ab 27.10.2017: Neufassung der Gemeinsamen Grundsätze Bund/Länder für Erlaubnisse nach §21a LuftVO sowie Ausnahmegenehmigungen nach §21b LuftVO;

NfL-1-1023/17 gültig ab 12.05.2017: Bekanntmachung über die Erteilung von Flugverkehrskontrollfreigaben zur Durchführung von Flügen mit Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen in Kontrollzonen der von der DFS betreuten Verkehrsflughäfen. (Ersatz für NfL-1-681/16);

NfL-1-801/16 gültig ab 16.08.2016 Allgemeinverfügung_UAS in Baden-Württemberg;

NfL-1-657/16 gültig ab 28-01.2016: Allgemeinverfügung zur Erteilung von Durchfluggenehmigungen zur Durchführung von Flügen mit unbemannten Luftfahrtsystemen durch das Flugbeschränkungsgebiet ED-R 146 (Berlin),

NfL-1-577/15 gültig ab 22.10.2015: Bekanntmachung über die Erteilung von Flugverkehrskontrollfreigaben zur Durchführung von Flügen mit Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen in Kontrollzonen der von AustroControl betreuten Flughäfen;

NfL-1-76-08 gültig seit 2008: Grundsätze des Bundes und der Länder für die Erteilung der Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen,

NfL-2-332-17 gültig seit 4. Apr. 2017: Meldung von Ereignissen in der Zivill-Luftfahrt

NfL-2-330-17 gültig seit 30. Mar. 2017: Führung von Flugbüchern (Vordruck für Flugbücher im Mitgliederbereich)

 

Regelungen International

ICAO, die Internationale Zivile Luftfahrtorganisation, hat im April2016 das RPAS-manual veröffentlicht und eine informative Webseite für RPAS eingerichtet.

Europa bereitet sich auf einheitliche Regeln vor und informiert dazu

  1.  auf einer neuen Seite Drone-Rules (erstellt in einem EU-Projekt)
  2. auf der EASA-Website unter Civil Drones(RPAS).

Viele Länder haben die Notwendigkeit der sofortigen Information/Regulierung zum Anlass genommen und vorläufige Regelungen erlassen und diese per Flyer oder Videos zu "best practice" in ihrem jeweiligen Luftraum veröffentlicht, z.B.:

 

Letzte Aktualisierung: 18.5.2017     Verantwortlicher: Geschäftsstelle UAVDACH-Services UG